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Remscheid
Neue Handläufe sollen Besuchern mehr Sicherheit geben

Remscheid. Das Teo Otto Theater hat an den Eingängen zum Zuschauerraum neue Handläufe, die sich harmonisch in die Gesamtoptik des 1950er Jahre-Baus einfügen. "Das sieht so aus, als sei es immer schon dagewesen", ist das schönste Kompliment, das Theater-Geschäftsführer Lutz Heinrichs bislang von vielen, die das Haus gut kennen, erhalten hat. Ulrike Hartenstein hatte die Anregung zu den an den Aufgängen zum Saal an beiden Seiten angebrachten Geländern gegeben. Sie ist häufige Theaterbesucherin und selbst auf den Rollstuhl angewiesen. "Mit einer Behinderung hat man einen anderen Blick", sagt sie. So hat die Remscheiderin häufig beobachtet, wie unsicher gerade ältere Besucher die Stufen hinauf- und hinuntergingen. Manche hangelten sich an den Wänden entlang, andere griffen nach der Hand eines Begleiters oder baten ihnen fremde Theatergäste um Hilfe. Auch die Theatermitarbeiter wurden angewiesen, auf hilfsbedürftige Besucher zu achten und sie auf Wunsch bei der Überwindung der kleinen Treppe zu unterstützen. "Dabei möchte man doch möglichst selbstständig sein", sagt Ulrike Hartenstein. Im Kulturausschuss und im Seniorenbeirat stieß ihr Hinweis auf offene Ohren. Der guten Idee entgegen stand allerdings vor dem Hintergrund der leeren Stadtkassen die Finanzierung. Letztlich konnten 12 000 Euro aus dem städtischen Investistionsprogramm für den Einbau locker gemacht werden, die aus 2014 in das laufende Jahr übertragen wurden. Von Stefanie Bona

"Es ist schön, dass wir zum Beginn der neuen Spielzeit nun diese Gehhilfe anbieten können", sagte Kulturausschuss-Vorsitzender Karl-Heinz Humpert. Neben dem städtischen Gebäudemanagement musste auch die Untere Denkmalbehörde hinzugezogen werden. Deren Leiterin Renate Falkenberg erkundigte sich bei der Deutschen Oper in Düsseldorf, die wie das Teo Otto Theater durch den Architekten Ernst Huhn entworfen wurde. "Dort gab es bauzeitlich entsprechende Handläufe", erfuhr sie. Zu beachten gab es ebenfalls, dass das Remscheider Theater zwar zahlreiche Ausstattungselemente hat, die aber - wie bei Bauten aus der Nachkriegszeit üblich - sehr schlicht und filigran gehalten sind. Daran passte die Lüttringhauser Schlosserei Völker ihre Fertigung an. "Die Unterkonstruktion ist aus Stahl und die eigentlichen Handläufe sind aus Messing", erklärte Inhaber Christian Völker. Mehr Sicherheit gibt es auch im oberen Foyer. Dort wurden die abgerundeten Holzstufen zum Rang zwecks besserer Sicht mit einem dezenten Farbstrich versehen.

Quelle: RP
 
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