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Remscheid
Neun Lehrer sagen dem RöGy "Adieu"

Remscheid: Neun Lehrer sagen dem RöGy "Adieu"
Trafen sich zum Abschied noch einmal am RöGy: Gerhard Schäfer, Albert Heidl, Heike Jerrentrup, Heinz Dörpinghaus, Schulleiter Matthias Lippert, Norbert Raeck, Ulla Fedler, Heidi Herrmann und Marianne Engler (v.l.). FOTO: Jürgen moll
Remscheid. Am Röntgen-Gymnasium geht eine Ära zu Ende. Nun will Schulleiter Lippert den Generationswechsel angehen. Von Stefanie Bona

So ein bisschen feierte sich das scheidende Lehrer-Nonett am Röntgen-Gymnasium gestern Mittag auch selbst. Frei nach dem Motto "Wir sind die Stars - holt uns hier raus!" ließen sich Elisabeth Buschulte, Marianne Engler, Heidi Herrmann, Heike Jerrentrup, Ulla Fedler sowie Albert Heidl, Norbert Raeck, Gerhard Schäfer und der stellvertretende Schulleiter Heinz Dörpinghaus mit der Stretchlimousine bis zum roten Teppich vorfahren. Mit dem Eintritt in den Ruhestand der neun Kolleginnen und Kollegen geht eine kleine RöGy-Ära zu Ende.

Am längsten hat es Heinz Dörpinghaus "ausgehalten", der hier bereits die Schulbank drückte. Heidi Herrmann gehörte 38 Jahre dem Kollegium an, Elisabeth Buschulte wurde kurze Zeit später Lehrerin für Erdkunde und Sport.

Bei aller guten Laune, die die künftigen Pensionäre kurz vor der offiziellen Verabschiedung im Gesicht trugen, schwingt dennoch ein bisschen Wehmut mit. "Adieu" sagen die Damen und Herren nämlich nicht nur der ungeliebten und zunehmend überbordenden Bürokratie, sondern auch dem guten Zusammenhalt. "Die Schulgemeinde ist und war immer eine große Familie", betont Heidi Herrmann. Ihre Aufgaben als Lehrende sehen die Pädagogen bis heute im Vordergrund. "Das Unterrichten ist das, was man als Lehrer gerne macht", sagt Marianne Engler. Da stimmt ihr Elisabeth Buschulte zu, schränkt aber gleichzeitig ein: "Die äußeren Bedingungen stimmen nicht mehr." An dieser Stelle herrscht bei den künftigen Ruheständlern Einigkeit. Und schon ist man schnell in einer kurzen schulpolitischen Debatte über Richtlinien und immer neue Vorgaben. Einschränken möchte Heike Jerrentrup die Kritik dahingehend, dass im Vergleich zu früher durch spezielle Förderung tatsächlich für mehr Chancengleichheit gesorgt werde.

Sei`s drum: Jetzt ist - fast bei allen - Schluss mit Schule und das Mehr an Freizeit soll mit Reisen, Chorsingen und weiteren Hobbys ausgefüllt werden. Ulla Fedler wird noch ein halbes Jahr am RöGy unterrichten, Elisabeth Buschultes Herz hängt an der neu gegründeten internationalen Klasse, wo sie sich weiterhin engagieren möchte. Und Heinz Dörpinghaus wird am Berufskolleg Hückeswagen mit eingeschränkter Stundenzahl Mathematik unterrichten.

Auch wenn an der Schule nach den Sommerferien sieben neue Lehrerinnen und Lehrer begrüßt werden können, ginge mit den scheidenden Kollegen doch auch eine Menge Erfahrung, weiß Schulleiter Matthias Lippert. "Unsere Aufgabe wird nun sein, den Generationenwechsel hinzubekommen."

Quelle: RP
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