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Remscheid
Offen reden über psychische Erkrankungen

Remscheid. Evangelische Stiftung Tannenhof lädt zu einer Woche der "Seelischen Gesundheit" in Stadtbibliothek ein.

Seelische Erkrankungen gehören zu den häufigsten Krankheiten: Mehr als 40 Prozent aller Menschen in Deutschland erkranken im Laufe ihres Lebens an einer psychischen Störung. Anlass genug das Thema aus der Tabuzone herauszuholen: Bereits zum dritten Mal findet in diesem Jahr die Remscheider Woche der Seelischen Gesundheit statt. Als Mitinitiatoren haben die Evangelische Stiftung Tannenhof und das Sozialpsychiatrische Zentrum (SPZ) für die Woche vom 4. zum 9. Oktober 2016 erneut ein interessantes Programm erstellt. Schirmherr ist Sozialdezernent Thomas Neuhaus.

"Psychische Krankheiten rücken zwar zunehmend in das Bewusstsein der Öffentlichkeit, doch werden sie von vielen Betroffenen immer noch als Makel erlebt", sagt Prof. Klaus Windgassen, Ärztlicher Direktor der Evangelischen Stiftung Tannenhof. "Aus Angst, wegen der seelischen Erkrankung abgelehnt oder gar abgestempelt zu werden, wird dann versucht, die Erkrankung zu verbergen und Hilfe nicht in Anspruch genommen" Umso wichtiger sei es, aktiv Aufklärungsarbeit zu leisten. "Die Remscheider Woche der Seelischen Gesundheit eignet sich hierfür besonders gut."

Alle Veranstaltungen der Remscheider Woche der Seelischen Gesundheit finden im Foyer der Stadtbibliothek, Scharffstraße 4-6, statt - eine bewusste Entscheidung, wie Dr. Klaus Windgassen erklärt: "Wir wollen raus zu den Menschen und so gleichzeitig zeigen, dass psychische Erkrankungen kein Randthema sind. Vielmehr sind sie genauso Teil unserer Gesellschaft wie alle anderen Krankheiten." Zur Eröffnung, 4. Oktober, 19.30 Uhr, spricht Dr. Jörg Hilger, Leitender Arzt der Evangelischen Stiftung Tannenhof zum Thema "Prävention psychischer Erkrankungen - wirksam oder gut gemeint?". Der Eintritt ist frei.

(BM)
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