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Remscheid
Orgelklänge unter freiem Himmel

Remscheid. Organistin Sylvia Tarhan spielte heitere Musik in der Stiftung Tannenhof. Von Wolfgang Weitzdörfer

Feierliche Orgelmusik unter freiem Himmel - was zunächst wie ein Widerspruch klingt, entpuppt sich gleich nach den ersten Klängen als stimmige Angelegenheit. Am Mittwochabend wurde die Wiese hinter dem derzeit eingerüsteten Diakonissen-Mutterhaus auf dem Gelände der Evangelischen Stiftung Tannenhof kurzerhand zur Konzertbühne umfunktioniert. "Orgel im Park" war die Veranstaltung passend überschrieben, gut 100 Besucher waren gekommen. "Ich habe mir für heute Abend vorgenommen, möglichst viele Stücke zu bringen, zu denen man früher getanzt hat", sagte die Organistin Sylvia Tarhan schmunzelnd, ehe sie nach fünf Strophen des Lieds "Geh aus, mein Herz" drei Tänze aus der fünften Suite von Johannes Sebastian Bach spielte.

Nun, getanzt wurde nicht, dafür aber umso genauer zugehört. Die getragene "Allemande", eine ebenfalls langsame "Sarabande" und die eher flotte "Gavotte" - auch bei diesen kleinen Stücklein war das große Genie Bachs stets herauszuhören. Was natürlich auch an Tarhans souveränen und ausdrucksstarken Spiel lag. Ebenfalls im Barock beheimatet waren die "Fantasia" Nr. 1 von Georg Philipp Telemann und die Teile aus Johann Pachelbels Choral-Partita "Was Gott tut, das ist wohlgetan", bei der ebenfalls mitgesungen werden konnte - hilfreich waren die Texte im kleinen Programmheft.

Ein wenig moderner war das Abschlussstück - zwei Sätze, der "Marsch" und der "Blumenwalzer", aus Tschaikowskis "Nussknacker-Ballett" -, das die gute Stunde Orgelmusik im Park perfekt abrundete. Dazwischen gab es immer wieder Gelegenheit zum Singen, mit Liedern wie "Erfreue dich Himmel".

Quelle: RP
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