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Remscheid
Peter und der Wolf mit neuen Ideen

Remscheid. Beim ersten Kinderkonzert des Jahres im Teo Otto Theater erfreuten Kinder und Symphoniker 150 junge Gäste mit ihrem Spiel. Von Wolfgang Weitzdörfer

Es ist immer wieder ein schöner Anblick, wenn im Teo-Otto-Theater Veranstaltungen für Kinder laufen, denn die sind in aller Regel sehr gut besucht. Und auch die Begeisterungsfähigkeit der kleinen Besucher ist meist überaus gut ausgeprägt. Das gefällt natürlich auch den Akteuren auf der Bühne umso besser. So auch am Samstagnachmittag, als beim ersten Kinderkonzert des Jahres rund 250 kleine Besucher mit ihren Eltern das Theaterrund mehr als ansprechend füllten und den Blechbläsern der Bergischen Symphoniker einen warmen Empfang bereiteten.

Es war aber auch eine ganz besondere Aufführung, der sie da beiwohnen durften. Unter dem Motto "Musik: Machen" waren nämlich neben den Symphonikern und Erzähler Gregor Henze die Kinder der KGS Am Stadion und der KGS Menninghausen/Julius Spriestersbach (Kostüme/Kulissen: Christa Trué; Leitung: Elke Dürhager) als Schauspieler dabei. Zur Aufführung wurde die symphonische Erzählung "Peter und der Wolf" von Sergej Prokofjew gebracht.

Dabei war es im ersten Moment ein wenig ungewohnt für die Ohren, dass nicht das ansonsten übliche Orchester mit vielen Streichern die bekannten Melodien spielte. Allerdings, so hieß es in der Anmoderation: "Wir sind ja hier in Remscheid, wo seit langer Zeit viel mit Eisen und Stahl gearbeitet wird" - so biete es sich an, die Melodien einmal ausschließlich von Blechbläsern intonieren zu lassen. Das wunderbare Arrangement dafür lieferte Andreas N. Tarkmann, und GMD Peter Kuhn hatte beim Dirigieren sichtlich genauso viel Spaß wie die Bläser, die zusätzlich von Perkussion und Celesta, einer Art Xylophon mit Tastatur, unterstützt wurden.

Und auch die Geschichte vom kleinen Jungen Peter, der zusammen mit seinen mutigen Freunden - dem kleinen Vogel, der schleichenden Katze und der quakenden Ente, dem hungrigen Wolf, der um die Hütte des Großvaters spaziert - mit einer List und einem Seil das Handwerk legt, wurde ein wenig modernisiert. So wurden die Jäger, die den Wolf im Original eigentlich wegbringen, durch Peters Freunde ersetzt, die in Cowboy-Kostümen im Triumphzug den Wolf zum Finale in den Zoo brachten.

So war das für die jungen Schauspieler ein wenig Karneval in der Fastenzeit - und ein Mordsspaß obendrein. Das war nicht nur in den aufgeregten Gesichtern zu erkennen, sondern auch an der Spielfreude, die die Grundschulkinder präsentierten.

Und weil die bekannten Melodien auch 80 Jahre nach ihrem Entstehen noch in aller Ohren sind, war die gute Laune im jungen Publikum garantiert. Wie auch der Applaus am Ende der Aufführung zu dieser rundum gelungenen Vorstellung passte: Denn er war laut, lange und dankbar.

Quelle: RP
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