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Remscheid
Probleme an der "neuen" Trecknase

Remscheid: Probleme an der "neuen" Trecknase
Betroffen von der neuen Verkehrsregelung war gestern vor allem der Verkehr aus Richtung Bergisch Born. FOTO: HS
Remscheid. Geänderte Verkehrsführung sorgt bei der Premiere für Probleme. Von Henning Röser

"Katastrophal", mit diesem Wort brachte Lars Schreckegast vom Ordnungsamt gestern Mittag die Verkehrslage an der Kreuzung Trecknase auf den Punkt. Die neue Verkehrsregelung, die die Stadt auf Anregung der Polizei am Vortag an Remscheids meistbefahrener Kreuzung eingeführt hatte, funktionierte bei der ersten ernsthaften Prüfung im Berufsverkehr am Dienstag zum Teil nur sehr schlecht. Staus und genervte Autofahrer waren die Folge.

Betroffen war vor allem der Verkehr aus Richtung Bergisch Born. "Der Rückstau der neuen Verkehrsführung in der Baustelle Barmag Kreuzung/Trecknase geht fast bis Radevormwald zurück. Der aus Radevormwald kommende Autofahrer benötigt 90 Minuten für die 19 Kilometer bis nach Remscheid" schrieb Gabriele Busch-Stracke am Morgen an die Morgenpost-Redaktion.

Sie kann die Neuregelung nicht nachvollziehen. "Wie kann eine Unfallkommission zu dem Ergebnis kommen, dass die Einfädelung im Reißverschlussverfahren der aus Richtung Bergisch Born kommenden Autofahrer entschärft wird, indem man nach der Zusammenführung den Verkehr wieder in den nach Bergisch Born abfließenden Verkehr zurückzwingt. Zweimal einfädeln auf 50 Metern ist also ungefährlicher als einmal einfädeln?"

"Wenn es nur um die Frage der Leistungsfähigkeit gegangen wäre, hätten wir nichts geändert", stellte Schreckegast klar. Aus Sicht der Stadt habe die Verkehrführung vorher gut funktioniert. Doch die Häufung der Unfälle vor allem mit Lkw sei nicht akzeptabel gewesen.

Wie berichtet, haben sich seit der Einrichtung der Baustelle 64 Unfälle ereignet, an 53 davon waren Lkw beteiligt. "Zum Glück waren es bislang zumeist nur Blechschäden", sagte Schreckegast. Der Gefahr eines schlimmeren Unfalls, bei dem Menschen verletzt werden, wollte man unbedingt zuvorkommen. Darum wird durch die eingeführte Stopplinie für den Verkehr aus Lennep der Versuch gemacht, die unfallträchtigen Spurwechsel in Fahrtrichtung Innenstadt im Bereich vor dem Baucenter zu minimieren.

Warum diese Neuanordnung gestern vor allem den Verkehr aus Bergisch Born ausbremste, wundert auch die Verkehrsexperten. Sie werden die Baustelle im Blick halten. Am Donnerstag gibt es ein Treffen, bei dem auch die Feuerwehr dabei ist. Die am Wochenende geplante Beseitigung einer Bodenwelle in der Baustelle scheiterte an der nassen Witterung, sagte TBR-Chef Michael Zirngiebl. Es soll bald ein neuer Anlauf unternommen werden.

Quelle: RP
 
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