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Serie Sportlerwahl
Remscheid im Team

Remscheider Sportlerwahl  2010: Die nominierten Mannschaften
Remscheider Sportlerwahl 2010: Die nominierten Mannschaften FOTO: Nico Hertgen
Serie Sportlerwahl. Im letzten Teil unserer Serie stellen wir heute die fünf nominierten Mannschaften vor. Der aufstrebende Nachwuchs buhlt dabei ebenso um Stimmen wie die Routiniers. Bis zum 17. März kann noch gewählt werden. Sieger und Platzierte werden am 26. März bei der von Stadt, Sportbund und Bergischer Morgenpost präsentierten 10. Nacht des Sports geehrt. Von Henning Schlüter

Mag sich die Gesellschaft noch so sehr individualisieren: Der Mannschaftssport ist nicht totzukriegen. Ob zu zweit oder im großen Pulk - viele Athleten fühlen sich erst dann wohl, wenn sie ihre Leistung in der Gemeinschaft erbringen und danach Jubel und Leid mit Mannschaftskameraden teilen können. Im dritten und letzten Teil unserer Serie zur Sportlerwahl stellen wir den Remscheider Teamgeist vor - die erfolgreichsten Mannschaften, die für die Bürgerwahl nominiert sind.

Sie gehören längst zu den "Dinos" der Remscheider Sport-Szene: Seit mehr als 20 Jahren sind die Basketballerinnen des Remscheider SV ein fester Bestandteil, wenn über sportliche Erfolge in der Stadt gesprochen wird. Genau so lange sind auch einige der Korbjägerinnen des aktuellen Teams schon dabei, doch der RSV hat es verstanden, auch seinen eigenen Nachwuchs ins Team zu integrieren. Heraus kam eine gelungene Mischung aus zweitliga- und regionalligaerfahrenen Spielerinnen, die mit den "jungen Wilden" aus der Jugendabteilung eine gelungene Symbiose eingehen und im vergangenen Jahr den Sprung aus der Landes- in die Oberliga schafften. Dass sie dort eine gute Rolle spielen und Kontakt zur Tabellenspitze aufweisen, unterstreicht die Qualität des Teams nur noch.

Auch der Nachwuchs auf acht Rollen gehört zum festen Programm der Sportlerwahl. In diesem Jahr die männliche C-Jugend. Die neun- und zehnjährigen Steppkes, die 2009 noch unter der Flagge des VfB 06/08 Remscheid segelten und seit Jahresbeginn als IGR Remscheid firmieren, holten sich im September den Titel des Deutschen Meisters. Das war nicht der einzige Erfolg der Mannschaft des Trainergespanns Marcus Brockmann/Karl-Friedrich Feiter. Zuvor hatte sich das Team bereits den NRW-Titel gesichert. Und im DM-Finale setzten die 14 Jungs und ein Mädchen (!) noch einen drauf: Der benachbarte Erzrivale RSC Cronenberg wurde klar mit 6:2 bezwungen. Solche Siege schmecken doppelt süß.

Den Footballern wird in Deutschland gerne der Stempel "Randsportart" aufgedrückt. Doch die Sportler des AFC Bergischer Amboss sind in der Stadt inzwischen weit mehr als das. Über 2000 Fans pilgerten im vergangenen Jahr zum "Endspiel" um den Regionalliga-Aufstieg ins Stadion Reinshagen, um die Mannschaft anzufeuern. Da wurde so macher Fußballer neidisch. Dass die starken Jungs aus Remscheids Westen, die auf eine gute Nachwuchsarbeit vertrauen können (zwei Spieler wurden mit der NRW-Auswahl Deutscher Junioren-Meister), schließlich erst über einen Umweg den Sprung in die dritthöchste Spielklasse Deutschlands schafften, bremst den bergischen Football-Boom nicht. Im Gegenteil: Mit allerlei pfiffigen PR-Aktionen wird dieser von den Verantwortlichen des AFC noch kräftig geschürt.

Maike und Tanja Bock haben maßgeblichen Anteil daran, dass das Sportkegeln beim RSV Samo gründlich mit dem Vorurteil des Kneipensports aufgeräumt hat. Seit die Damen-Mannschaft mit den Geschwistern einen steilen sportlichen Aufschwung nahm und in die Bundesliga aufgestiegen ist, sind die Sportart und damit auch der RSV in aller Munde. Auch bei Deutschen Meisterschaften. Im Mai traten die Geschwister Maike und Tanja Bock in Düsseldorf bei der Deutschen U23-Meisterschaft an - als Solisten, aber auch als Team im so genannten Paarkampf. Und in dieser Disziplin holte sich das zielsichere Duo die Vizemeisterschaft.

Der Fußball hat es mangels herausragender Leistungen bei der Sportlerwahl etwas schwer. Daran etwas zu ändern obliegt einmal mehr einer Schulmannschaft der Lenneper Albert-Schweitzer-Realschule: Das B-Junioren-Team um Sportlehrer Roland Sterz war 2009 in der Wettkampfklasse II sowohl in der Stadt als auch auf Bezirksebene herausragend. Ungeschlagen setzte sich die Mannschaft durch und qualifizierte sich für das Landesfinale in Iserlohn, an dem die sechs besten Schulen Nordrhein-Westfalens teilnahmen. In ihrer Vorrundengruppe musste sich die Mannschaft dann allerdings dem späteren NRW-Meister aus Gelsenkirchen knapp mit 0:1 beugen.

Quelle: RP
 
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