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Remscheid
Remscheider Hof wird Brauhaus

Remscheid: Remscheider Hof wird Brauhaus
Die beiden Betriebswirtschaftstudenten Marc Rüger und Baran Dogan haben sich ein Urlaubssemester genommen, um den Umbau des Remscheider Hofs zu betreuen. Sie werden die neuen Pächter. FOTO: Jürgen Moll
Remscheid. Die beiden Studenten Marc Rüger und Baran Dogan führen die Geschäfte. Von Stefanie Bona

So schnell wird man Hotelier. Da staunten die beiden Betriebswirtschafts-Studenten Marc Rüger und Baran Dogan nicht schlecht, als die zur Baubranche gehörende niederbayerische Lindner-Gruppe auf sie zukam und ihnen die Leitung des ehemaligen Remscheider Hof antrug. Seit 1. April gehört das vor 30 Jahren eröffnete Haus zu den MK-Hotels und wird derzeit umfassend saniert. Durch Medienberichte über das "Remscheider Bräu", mit denen die beiden jungen Männer ein erfolgreiches Start-up hingelegt hatten, waren die neuen Inhaber auf sie aufmerksam geworden. Denn die Keimzelle des Gastronomie-Zweigs der Lindner-Gruppe ist eine Hausbrauerei, die nun in die Geschäftsidee der beiden 24-Jährigen investiert.

"Wir haben uns das dort alles sehr genau angeschaut und konnten uns dann gut vorstellen, das auch für Remscheid aufzuziehen", erklärt Marc Rüger. Am 19. Mai werden die Sudkessel für das neue Remscheider Brauhaus angeliefert, mit dem das MK-Hotel Remscheid und die dazugehörige Gastronomie ein Alleinstellungsmerkmal vor Ort haben sollen. "Mk" steht für Mariakirchen, denn hier begann die niederbayerische Lindner Gruppe mit dem Geschäftszweig Hotellerie und Gastronomie.

Marc Rüger und Baran Dogan werden Pächter der Gastronomie sein, fungieren gleichzeitig als Geschäftsführer des Hotels und begleiten daher auch die derzeit laufende Renovierung. Dazu haben sie jetzt erst mal ein Urlaubssemester an der Universität Wuppertal eingelegt. Von der Firmenzentrale fühlen sie sich aber nicht ins kalte Wasser geworfen und auch nicht alleine gelassen. Das Marketing und auch die Reservierung läuft über die Zentrale. Die Bauarbeiten koordiniert ein Architekt der Lindner-Gruppe. Sukzessive werden alle 88 Zimmer komplett erneuert.

Das Besondere dabei: Alle Gästezimmer werden mit Sprossenwand, Turnmatte, Boxsack oder Spinning-Rad ausgestattet. Auch dies soll das gerade von Geschäftskunden gebuchte Hotel interessant machen. In der Tradition der heimischen Industrie sind Kofferablage, Garderobe und Schreibtisch wie eine Werkzeugwand gestaltet. Die Wände sind in hellem Grün gestrichen, Bäder und Böden werden komplett erneuert. Von außen soll das Gebäude wo nötig eine Grundreinigung erfahren.

In der Front im Erdgeschoss sollen demnächst die Sudkessel durch große Fensterscheiben zu sehen und mit Licht regelrecht in Szene gesetzt werden. Die Rezeption wird an eine andere Stelle verlegt, es entsteht im Eingang eine Lounge, und auch die Banketträume werden neu gestaltet. Dass das Hotel die Sanierung nötig hatte, verhehlen die beiden neuen Chefs nicht. Das bisherige Team aus zehn Beschäftigten wurde indes übernommen und ist teilweise schon zur Schulung in der Firmenzentrale gewesen. Die Zusammenarbeit mit den zum Teil erfahrenen Mitarbeitern klappe richtig gut. "Wir profitieren von ihren Erfahrungen", betont Baran Dogan. Denn nicht nur die Braustube möchten er und sein Geschäftspartner zum Erfolg werden lassen. "Über 70 Prozent sind in einem Hotel eine gute Auslastung. Das peilen wir an", sagt Marc Rüger.

Quelle: RP
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