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Remscheid
Sonne tanken auf der Panorama-Meile

Remscheid: Sonne tanken auf der Panorama-Meile
Rauf auf die Trasse: Am langen Wochenende nutzen viele Radler das gute Wetter für einen Ausflug auf der Balkantrasse. FOTO: Nico Hertgen
Remscheid. Ein langes Wochenende mit zwei Sonnentagen lockte viele Radler und Spaziergänger auf die Balkantrasse. Von Stefanie Bona

Am langen Wochenende mit Einheitsfeiertag gab die Sonne noch einmal alles. So kennen die Zweiradfahrer unter den Bergischen nur eine Devise: Runter vom Sofa, rauf auf die Trasse.

Welches Ziel die Nutzer der Park & Ride-Parkplätze am Lenneper Bahnhof haben, erschließt sich beim Blick auf die Autos von selbst. Auf dem Dach oder am Heck werden die Drahtesel transportiert, abgeschnallt, die Reifen aufgepumpt und dann geht's los in Richtung Wermelskirchen oder Hückeswagen.

Trassentreffen in acht Städten entlang der Balkantrasse FOTO: Nico Hertgen

Ein bisschen den Urlaub vor der Haustür genießen, vielleicht - zumindest bei diesen optimalen Bedingungen - zum letzten Mal in diesem Jahr. Ohne Zweifel, die Sonnenstrahlen wärmen, der Himmel ist blau, aber es riecht nach Herbst und am Trassenrand knistert das Laub.

Kleine und große Radler, viele mit Schutzhelm, manche ohne, Spaziergänger mit und ohne Hund, Kinder auf Bobbycars und Inlineskater teilen sich das Feld. Manche fahren in windschnittiger Kleidung wahrlich einen heißen Reifen, andere tuckern eher gemächlich auf E-Bikes entlang des Weges.

Doch Konflikte sind am Super-Sonnen-Trassen-Feiertag nicht vorgesehen. "Ja, wenn hier viel Betrieb ist, könnte der Radweg schon einen Meter breiter sein", findet Jutta aus Beyenburg. Mit ihrem Mann Manfred gehört sie zu den Gelegenheitsnutzern der Panorama-Radmeile. Das Paar macht an der Weggabelung Halt und ist an den aufgestellten Bänken ruckzuck im Gespräch mit Peter und Rita aus Hückeswagen. Eine Stunde haben die beiden Rentner mit ihren Rädern von der Schlossstadt bis nach Bergisch Born gebraucht - wohlgemerkt auf einfachen Rädern mit drei Gängen, und es geht an diesem Teilstück der Trasse nur bergauf. "Mensch, Sie sind ja fit. Da brauchen Sie keinen Motor", sagt Jutta bewundernd. Kunststück, wenn man wie Rita und Peter mindestens drei Mal in der Woche mit dem Zweirad unterwegs ist. "Freizeit-, nicht Leistungssport ist gesund", ist der 71-Jährige überzeugt. Und seine Frau ergänzt: "Wir freuen uns so sehr über diesen Radweg und genießen ihn sehr."

Die Tour wird fortgesetzt in Richtung Lennep und soll dann noch bis zur Wuppersperre gehen. Über Krebsöge wollen die Hückeswagener dann wieder gen Heimat fahren. In Sachen Begegnungsverkehr sind die Vielradler Experten: "Es gibt immer mal ein paar Verrückte, die hier her rasen. Aber im Allgemeinen verläuft alles sehr ruhig und entpannt", findet Rita. Jutta und Manfred machen sich in die andere Richtung auf den Weg. "In Wipperfürth gibt's bestimmt irgendwo ein Eis."

Quelle: RP
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