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Lokalsport
Alexander Sohlow übernimmt Traineramt beim RSV

Remscheid. Fechten: Ukrainer leitet eine Übungseinheit pro Woche. Mutter und Tochter Sigismund auf Platz zwei und drei.

Sie ist bei weitem nicht die größte Abteilung unter dem Dach des Remscheider SV, produziert aber seit Jahrzehnten immer wieder große Talente. Allerdings haben die Fechter beim RSV mit Nachwuchssorgen zu kämpfen. Und auf der Führungsebene musste die Abteilung zuletzt den Weggang von Abteilungsleiter Matthias Borchert zur Lenneper TG verkraften. Entwicklungen, die dem Remscheider Fecht-Guru Jörg Thomé alles andere als schmecken.

Damit sein Lebenswerk nicht komplett zerstört wird, hat Thomé, der selbst gesundheitlich angeschlagen ist, jetzt reagiert. Er konnte den ukrainischen Fechtmeister Alexander Sohlow gewinnen, eine Trainingseinheit in der Woche zu leiten. "Ich mache das zunächst einmal bis Ende des Jahres, und dann warten wir ab, wie sich das ganze entwickelt", sagt Sohlow, der in Solingen wohnt und außerdem noch als Fechttrainer in Neuss arbeitet.

Thomé und Sohlow kennen und schätzen sich bereits seit vielen Jahren. "Wir haben die gleiche Philosophie", sagt Thomé. Ihre Schützlinge sollen sich die Trainer als Vorbild nehmen. "Wir stellen quasi den Spiegel dar", meint Sohlow.

Vergleichbar sind auch ansonsten ihre Ansätze. Eine gute Technik sei im Fechten der Schlüssel zum Erfolg. Und dafür müsse man viel und hart arbeiten. Dass dafür immer weniger Kinder Zeit und Motivation aufbringen, weiß das Duo. "Aber es macht keinen Sinn, das Fechten nur als Spaß zu betreiben", erklärt der "Neue" beim RSV.

Alexander Sohlow lebt seit Mitte der 90er-Jahre in Deutschland. Als Fechter war er in seiner Heimat auf nationaler Ebene sehr erfolgreich. Bereits im Alter von 19 Jahren war er 1963 ukrainischer Meister. "Für die Teilnahme an großen internationalen Wettkämpfen hat es aber nicht gereicht", sagt er rückblickend.

Unterdessen starteten drei RSV-Fechter beim DFC-Cup in Düren. Ulrike und Christina Sigismund traten in der Aktiven-Klasse an und trafen im Halbfinale aufeinander. Die Tochter behielt dabei die Oberhand, verlor danach aber den Endkampf. Mutter Ulrike wurde Dritte. Während Maximilian Mirbach gesundheitsbedingt nicht antreten konnte, startete Felix Seemann gleich zweimal. Zunächst trat er bei der A-Jugend gegen teils drei Jahre ältere Gegner an, schaffte es aber bis ins Viertelfinale und erreichte Platz sechs von 15 Startern. Am Sonntag trat er in seiner eigentlichen Altersklasse (B-Jugend) an und belegte dort den zweiten Platz.

(pk/HS)
 
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