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Rollhockey
"Jahrtausend-Sieg" der IGR Remscheid

Rollhockey: "Jahrtausend-Sieg" der IGR Remscheid
Im Derby war Yannick Peinke auch von drei Cronenbergern (Jan Vester, Kay Hövelmann, Jordi Molet; v. li.) kaum zu stoppen und steuerte zwei Treffer bei. Gegen Düsseldorf traf der IGR-Kapitän einmal. FOTO: Moll
Remscheid. Rollhockey-Bundesliga: Gastgeber fertigen im Bergischen Derby den Nachbarn RSC Cronenberg nach einer hektischen Partie völlig verdient mit 7:2 ab. Gestern folgte gegen den Tabellendritten TuS Düsseldorf-Nord eine 7:8-Niederlage. Von Henning Schlüter und Michael In't Zandt

Mit den drei Punkten aus dem Heimspiel-Doppelpack konnte Marcell Wienberg, Trainer der IGR Remscheid, am Ende leben. Zwar gab es gestern gegen den TuS-Düsseldorf-Nord eine 7:8 (3:2)-Niederlage, doch das Wochenende wurde überstrahlt durch den 7:2 (2:2)-Erfolg am Samstag über den RSC Cronenberg. "Ich habe mehr Positives, als Negatives gesehen", meinte der IGR-Coach.

Unmittelbar nach dem Derbysieg begann das große Rätselraten. Wann die IGR den Erzrivalen aus der Nachbarstadt zuletzt so deutlich abgefertigt hatte? Keiner konnte sich daran erinnern. "Das muss im letzten Jahrtausend gewesen sein", feixte Wienberg. So bemerkenswert der Sieg war, so stark war die Leistung der Remscheider, bei denen man sich immer wieder fragt, wie dieses Team zu Saisonbeginn in Krefeld mit 1:8 untergehen konnte.

Läuferisch und technisch stark, mit einer gesunden Portion Aggressivität und viel Druck auf die Grün-Weißen - so begann die IGR das Derby, ließ sich auch vom 0:1 durch Jordi Molet nicht aus der Bahn werfen. Das Team dominierte die erste Viertelstunde und lag durch Treffer des starken Daniel Strieder und Yannick Peinke 2:1 vorne. Einziges Manko in dieser Phase: Die Gastgeber ließen in der gut gefüllten Halle Hackenberg jede Menge weiterer Chancen aus. Das rächte sich. Routinier Marco Bernadowitz glich urplötzlich aus (16.) und kurzzeitig schien der RSC danach mit seiner cleveren Spielanlage die Oberhand zu gewinnen. Aber das war nur eine vorübergehende Erscheinung. Nach dem Seitenwechsel erarbeitete sich die IGR Chancen im Minutentakt und hatte dann auch Glück mit dem Pech der Gäste: Denn erst musste Jordi Molet verletzt ausscheiden, dann verwandelte Yannick Peinke einen Penalty zum 3:2, und ab da war Cronenberg, dass auch auf den verletzten Benni Nusch verzichten musste, nicht mehr zu retten. Zur Freude der IGR-Anhänger schraubten Max Richter und Daniel Strieder (je 2) das Ergebnis weiter in die Höhe. Wenig erfreulich war indes das Farbenspiel der Unparteiischen Ehlert/Thißen, die mitunter die Kontrolle über das Spiel verloren, insgesamt sechsmal "Blau" zückten und auch RSC-Coach Marc Berenbeck mit zwei Zeitstrafen bedachten.

Gegen den Tabellendritten aus Düsseldorf schienen die Remscheider zunächst nahtlos an der Gala-Vorstellung vom Vortag anzuknüpfen. Strieder (2) und Daniel Leandro sorgten für die 3:2-Pausenführung, die Yannick Peinke und Fabian Selbach (2) nach dem Seitenwechsel auf 6:3 ausbauten. Doch der Gast aus der Landeshauptstadt, der am Vortag noch das Spitzenspiel beim Tabellenzweiten ERG Iserlohn mit 0:5 verloren hatte, schaffte den Ausgleich, ehe Selbach seine Farben erneut in Führung schoss. "Dann haben wir uns zwei individuelle Fehler erlaubt und am Ende zuviel gewollt. Das war unserer Unerfahrenheit geschuldet", meinte Wienberg, der in der Schlussphase alles auf eine Karte setzte und sogar den Keeper herausnahm. Doch zum aus seiner Sicht verdienten Remis reichte es nicht mehr. "Wir haben als Mannschaft gut funktioniert und gezeigt, dass wir durchaus oben mithalten können", resümierte der Coach.

Quelle: RP
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