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Matchball

Remscheid. Tennis: Am 3. und 4. September ist RW Remscheid Gastgeber der Endrunde um die Mannschafts-DM der Herren 40. Dann treffen sich ehemalige Weltklassespieler wie Thomas Enqvist oder Jiri Novak an der Hägener Straße. Von Henning Schlüter

Als sich der rot-weiße Tross am 8. September 2013 mit der Bronzemedaille im Gepäck auf den Heimweg von der DM-Endrunde im hessischen Bad Vilbel nach Remscheid machte, da hatte Anja Wessel eine Vision: "Wenn in drei Jahren der Westdeutsche Tennisverband das Finale um die Deutsche Meisterschaft ausrichtet - dann bei uns." Die drei Jahre sind rum, und das "Orakel" hat Recht behalten: Die Herren 40 des SC Rot-Weiß Remscheid sind Westdeutscher Meister geworden und richten am 3. und 4. September die Endrunde auf der Anlage an der Hägener Straße aus. "Für die Mannschaft und den ganzen Verein ist das der absolute Höhepunkt", freut sich Wessel, die mit ihren Mitstreitern alle Hände voll zu tun hat, um dem Spektakel einen würdigen Rahmen zu verleihen.

Mit "300 bis 400 Zuschauern" rechnet beispielsweise Mannschaftskapitän Bernd Königsmann. Die für Tennis-Remscheid ungewöhnlich große Zahl will untergebracht und vernünftig umsorgt werden. Das beginnt bei der schwierigen Parkplatz-Situation und hört bei der Verpflegung noch nicht auf. Eigens für die DM hat Rot-Weiß einen Shuttle-Service eingerichtet: "Von den Parkplätzen der Firmen Gedore und Fare gibt es einen permanenten Shuttle-Service", sagt RW-Sportwart Michael Geh. Seine Frau Anja Wessel ergänzt aber auch: "Wer kann, sollte zu Fuß kommen, den Bus nutzen - oder aber nicht in unmittelbarer Nähe der Tennis-Anlage parken." Das Ordnungsamt liest schließlich mit.

Schon am morgigen Sonntag werden die Sitzmöbel geliefert: 35 Biergarnituren haben die Betreiber der Vereinsgaststätte "Pfeffer&Salz", Ivana und Smail Hodzic, dank guter Kontakte zu Bayer Leverkusen organisiert. Jörg Frischmann, der Geschäftsführer von Bayers Behindertensportabteilung, bringt Tische und Bänke (insgesamt rund 200 Sitzplätze) mit Helfern höchstpersönlich vorbei. Vom Bau von Zusatztribünen haben die Rot-Weißen abgesehen. "Das", sagt Anja Wessel, "war aus Kostengründen und wegen der Topographie nicht machbar."

Aber auch sonst ist für den Showdown der vier besten Herren 40-Teams in Deutschland - neben Remscheid starten der SCC Berlin, Blau-Weiß Bohlsbach (Stadtteil von Offenburg) und Rot-Weiß Regensburg - alles vorbereitet: Die Teams werden im Mercure-Hotel untergebracht, der Spielerabend am Freitag ist organisiert, der Oberschiedsrichter kommt aus Düren und bringt praktischerweise den Wanderpokal für den Sieger aus Gürzenich gleich mit. Und falls es regnet, kann auch die Halle des Hastener TV benutzt werden.

Fehlt eigentlich nur, dass die Rot-Weißen für ihre Arbeit neben viel Spitzensport (mit den ehemaligen Nummern 4, 5, 10 und 11 der Welt sowie Olympia-Bronzemedaillengewinner David Prinosil) mit dem Titel belohnt werden. Anja Wessel hat da wieder so eine Ahnung, verrät aber nichts. Ob ihre Prognose wieder wie vor drei Jahren zutrifft, will sie erst kurz vor der Siegerehrung verraten. Manchmal sind auch Orakel abergläubisch . . .

Quelle: RP
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