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Handball
"Max" Berkes Tod löst Bestürzung aus

Remscheid. Radevormwalds "Mister Handball" erliegt einem Herzinfarkt. Der 67-Jährige war in der Region äußerst beliebt. Von Michael In't Zandt

Die Nachricht verbreitete sich in der bergischen Handball-Szene wie ein Lauffeuer und wurde mit großer Bestürzung aufgenommen: Klaus Berke, den alle nur "Max" nannten, ist tot. Im Alter von nur 67 Jahren erlag er gestern einem Herzinfarkt.

"Max" Berke war in der bergischen Handball-Szene bestens bekannt. Aufgrund seiner ruhigen, bedächtigen und geselligen Art war er überall beliebt und wurde von allen respektiert. Seinen Ruf erwarb er sich in den vielen Jahren als Vereinsfunktionär und Organisator, aber auch auf und neben dem Spielfeld. Viele Handballer kennen ihn noch aus seiner Zeit als aktiver Schiedsrichter, als er zusammen mit Axel Reichenberg Spiele auf Niederrhein-Ebene leitete. Oder auch als Zeitnehmer beziehungsweise Sekretär am Tisch. Dafür wurde er mehrfach ausgezeichnet, zuletzt im März, als er auf dem Kreistag für sein Engagement die Ehrendnadel des Deutschen Handballbundes in Bronze erhielt.

"Max" Berke hat den Radevormwalder Handball gelebt. Über 25 Jahre lang war er Abteilungsleiter beim TSV Schwarz-Weiß Radevormwald, seinem Stammverein. Den "Schwarz-Weißen" blieb er auch nach seinem Rückzug als Handball-Abteilungsleiter erhalten. Als Vorsitzender des Ältestenrates leitete er noch am Montagabend eine Vorstandssitzung.

"Max" Berke war es auch maßgeblich daran beteiligt, dass sich die beiden rivalisierenden Handballvereine in der Bergstadt zu einer Spielgemeinschaft zusammenfanden. Gemeinsam mit Jürgen Ferner vom TV Herbeck hat er die Weichen gestellt, dass sich die "Schwarz-Weißen" des TSV mit den "Blau-Weißen" des TV Herbeck zur HSG Radevormwald/Herbeck zusammenschlossen. Viele sind sich nach wie vor einig, dass es ohne "Max" Berke die HSG niemals gegeben hätte. In den ersten Jahren fungierte er als Vorsitzender der neuen Spielgemeinschaft, ehe er sich 2002 zurückzog. Doch weg war "Mister Handball" nie. Er organisierte, kümmerte sich, beantwortete geduldig Fragen und schlichtete, wenn es nötig war. Kurzum: Er war das Bindeglied aller Handballer in der HSG. Ob für den Nachwuchs, die Damen oder die Herren - "Max" Berke hatte für jeden und alles ein offenes Ohr und gab auch seine Meinung dazu ab, mal ernst, mal mit einem Augenzwinkern. Wie die Comic-Figur "Max, der Bergische Löwe", der über 17 Jahre lang samstäglich in der Bergischen Morgenpost die Leser zum Schmunzeln brachte und dem Berke seinen Namen gab.

Die Nachricht über "Max" Berkes plötzlichen Tod löste bei allen Weggefährten, ob alt oder jung, tiefe Trauer aus.

Quelle: RP
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