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Tennis
Schalken gibt sein Heimdebüt für Rot-Weiß

Remscheid. Tennis-Regionalliga: Niederländischer Ex-Profi serviert morgen erstmals für die Herren 40. Von Henning Schlüter

Wetterprognose: durchwachsen. Spielerprognose: bärenstark! Wenn die Hägener Straße am Samstagnachmittag von Gewitterkapriolen verschont bleibt, dürfen sich die Tennis-Fans auf einen besonderen Leckerbissen gefasst machen. Denn dann greift erstmals Sjeng Schalken für die Herren 40 des SC Rot-Weiß Remscheid gegen den Dortmunder TK zum Schläger. Schalken ist in der Szene wahrlich kein Nobody: Der 39-jährige, 1,93m große Niederländer war schließlich mal Elfter der ATP-Rangliste im Einzel und hat in seiner Karriere 15 Profi-Turniere gewonnen.

Eigentlich war Schalkens Debüt am Samstag gegen den Dortmunder TK für die Rot-Weißen noch gar nicht vorgesehen. Es war zwar klar, dass er zweimal in der regulären Saison eingesetzt werden muss, um beim Erreichen der DM-Endrunde dort auch spielen zu dürfen. Aber ursprünglich wollten die Remscheider mit dem Einsatz von Schalken bis zu den beiden Spitzenspielen gegen Gürzenich und Ratingen warten.

"Die Niederlage von Gürzenich in Ratingen hat aber alles geändert", sagt RW-Kapitän Bernd Königsmann. Denn bei Punktgleichheit zählt auch in der Regionalliga die Sieg-Bilanz. Königsmann: "Im Moment liegen wir vier Siege vor Gürzenich, so dass wir uns unter Umständen im direkten Duell sogar eine knappe Niederlage erlauben könnten - wenn wir die anderen Spiele klar gewinnen."

Aus diesem Grund wurde Sjeng Schalken nun vorzeitig ins Bergische beordert und bildet an Nummer eins die Speerspitze einer beeindruckenden Armada hinzugezogener Spezialkräfte. Denn hinter dem Holländer spielen mit Christian Schäffkes, Schalkens niederländischem Landsmann Bart Beks, Frank Potthoff und Karsten Braasch ebenfalls ausgewiesene Könner ihres Fachs. An Nummer sechs wird voraussichtlich Ralph Träger die Fahne der "Eingeborenen" hochhalten. Immerhin. Das Aufgebot hätte schließlich auch noch durch den Belgier Dick Norman aufgepeppt werden können . . .

"Wir haben lange beraten, was wir tun sollen. Aber wir wollen jetzt die Spiele gegen Dortmund sowie in Krefeld und Oelde so klar wie möglich gewinnen, um unser Polster bis zum Gürzenich-Spiel beizubehalten", sagt Königsmann, der weiß, dass die Entscheidung vom restlichen Personal akzeptiert wird. "Es wäre kaum zu erklären, wenn wir die DM-Endrunde, die in Remscheid gespielt würde, verpassen, weil wir nicht alle Mittel ausgeschöpft haben", sagt der Kapitän.

Samstag, 13 Uhr, Hägener Straße.

Quelle: RP
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