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Handball
Spitzenreiter soll in Rade federn lassen

Remscheid. Handball-Landesliga: HSG erwartet Unitas Haan II. Hückeswagen will Kader halten, sucht aber nach Ergänzungen. HGR II im Kellerduell gegen die "Zweite" der Panther. HCW beim Schlusslicht in Ohligs. Von Lars Fassbender, Frank Lorenzet und Henning Schlüter

Ohligser TV - HC Wermelskirchen - Unerwartet unterlag der HCW am letzten Wochenende im Derby gegen die "Zweite" der HG Remscheid mit 20:21. "Das ist abgehakt. Wir gucken jetzt wieder nach vorne", freut sich Trainer Shahrokh Rezaloo auf das nächste Spiel. Beim OTV haben die Wermelskirchener abermals die Favoritenrolle inne. Die Gastgeber belegen aktuell den einzigen Abstiegsplatz und mussten auch im Hinspiel eine klare 25:35-Schlappe gegen den HCW hinnehmen. Pechvogel Marcello Halbach wird nach seinem kurzen Comeback wegen einer Leistenzerrung auf unbestimmte Zeit abermals ausfallen. Obwohl das Lazarett beim HCW immer größer wird, bleibt der Coach gelassen: "Wir sind es ja leider bereits die ganze Saison über gewohnt, und für diesen Rumpfkader fährt die Mannschaft beachtliche Erfolge ein."

Samstag, 16.45 Uhr, OTV-Sporthalle.

HG Remscheid II - Bergische Panther II - Die HGR hat die Chance, mit dem zweiten Derbysieg in einer Woche in der Tabelle nach oben zu klettern und sich etwas Luft im Kampf um den Klassenerhalt zu verschaffen. "Natürlich ist das ein Vier-Punkte-Spiel", sagt Trainer Detlef Randzio. Er betont aber auch: "Wir gucken nur auf uns und wollen uns weiterentwickeln. Die Laufwege müssen klarer werden und an der Abschlussschwäche müssen wir arbeiten." In der Tat stellt die HGR mit 378 Toren den harmlosesten Angriff der Liga. Randzio beobachtet allerdings, dass ein Trainer der Mannschaft guttut: "Es steht nun einer in der Verantwortung, und nur einer trifft die Entscheidung. Das hilft der Mannschaft." Ob Randzio mit den Toren von Arne Jungjohann im Derby rechnen kann, ist fraglich. Der Rückraumspieler ist verletzt.

Die Panther stehen vor den Wochen der Wahrheit. Nach der Niederlage gegen Haan ist die Mannschaft von Spielertrainer Sendi Cestnik bis auf den elften Tabellenplatz abgerutscht. Lediglich drei Teams befinden sich noch dahinter - darunter die HGR. Das Hinspiel konnten die Panther mit 23:21 gewinnen. Cestnik erwartet erneut ein spannendes Duell. Der überraschende Sieg der Remscheider in Wermelskirchen hat die Lage für die Panther noch verschärft, denn die HGR ist damit bis auf einen Punkt herangerückt. Cestnik: "Holen wir gegen die HGR und danach gegen Ohligs vier Punkte, dann sind wir auf einen Schlag viele Sorgen los." Neben dem Langzeitverletzten Markus Lenhof fallen mit Arne Cromm, Alexander Radonjic, Sascha Gerlich und Cestnik viele routinierte Spieler aus. Eventuell gibt es deshalb Unterstützung aus der Kreisligamannschaft. Auf der Bank übernimmt René Hosan das Kommando.

Sonntag, 10.15 Uhr, Neuenkamp.

HSG Radevormwald/Herbeck - Unitas Haan II - Will die HSG im Kampf um die Meisterschaft noch einmal eingreifen, muss sie für die erste Niederlage der Haaner sorgen. Mit 32 Pluspunkten grüßen die Gäste von der Tabellenspitze und haben dabei ihre Gegner meist klar dominiert. Auch die Bergstädter haben bei der 23:34-Hinspielniederlage die spielerischen Qualitäten der Unitas zu spüren bekommen. HSG-Trainer Markus Eigenbrod beobachtete aber auch, dass der Ligaprimus in den letzten Spielen trotz der Siege nicht durchweg überzeugte: "Natürlich sind die Haaner Favorit. Wir rechnen uns aber schon was aus. Wir sind gut drauf und wollen für eine Überraschung sorgen." Personelle Sorgen gibt es nicht.

Sonntag, 14.30 Uhr, Gymnasium.

ATV Hückeswagen - Vohwinkeler STV - An den Gegner haben die Gastgeber keine guten Erinnerungen. Die 22:29-Niederlage in der Hinrunde beendete den 8:0-Punkte-Lauf zum Saisonbeginn, danach folgten sechs weitere Niederlagen. "Da haben wir wohl noch was gutzumachen", sagt ATV-Trainer Sebastian Mettler auch mit Blick auf die jüngste Niederlage in Aufderhöhe, "bei der wir uns ziemlich doof angestellt haben". Ärgerlich: Die Grippewelle grassiert auch in der Schlossstadt. Lukas Graf, Sebastian Marz sowie die Torhüter Dennis Becher und Marcel Schleifer sind angeschlagen. Unterdessen steigen die Gastgeber langsam aber sicher in die Planungen für die neue Saison ein. Sebastian Mettler geht davon aus, "dass das Gros der Mannschaft bleibt" und hofft, dass auch die Routiniers, wie Sebastian Marz, Jan Antrecht oder David Moraczewski bei der Stange bleiben. Für eine Blutauffrischung ist er aber auch zu haben: "Wir sondieren den Markt. Wer bei uns Vorspielen will, ist herzlich beim Training willkommen."

Sonntag, 17.15 Uhr, Brunsbachtal.

Quelle: RP
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