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Remscheid
Stadt will 13 neue Stellen schaffen

Remscheid: Stadt will 13 neue Stellen schaffen
Rechtsdezernentin Barbara Reul-Nocke sieht den Personalengpass im Ordnungsamt durch eine externe Untersuchung bestätigt. FOTO: Moll (archiv)
Remscheid. Das Ordnungsamt und das Sozialamt sollen personell verstärkt werden. Wenn der Stadtrat in der kommenden Woche zu seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause zusammenkommt, geht es nicht nur um Entscheidungen über die "Häuptlinge", also die Spitzenposten in der Verwaltung. Von Henning Röser

Neben der Wahl des neuen Baudezernenten steht auch die Verstärkung im Team der "Indianer" auf der Tagesordnung. Insgesamt 13 neue Stellen sollen im Bereich des Bürgeramtes und im Sozialbereich geschaffen werden. Aus beiden Bereichen liegen den Dezernatsleitern Barbara Reul-Nocke (Ordnung, Sicherheit und Recht) und Thomas Neuhaus (Bildung, Jugend, Soziales, Gesundheit und Sport) seit Monaten Überlastungsanzeigen der Mitarbeiter vor, weil die anfallende Arbeit mit dem vorhandenen Personal nicht zu schaffen sei. Im Bürgeramt, das viel Kundenverkehr hat, fällt das besonders auf. Kunden beschweren sich, wenn sie zu lange auf Termine warten müssen.

Doch auch im Sozialbereich drückt der Schuh. Änderung etwa beim Unterhaltsrecht, mehr Arbeit für den Sozialdienst, die Betreuung von Minderjährigen oder vom älteren Menschen mit Pflegebedarf sorgen für Druck. Zwei Organisationsuntersuchungen, eine davon - im Ordnungsamt - von einem externen Unternehmen erstellt, bestätigen, dass die Personaldecke im Rathaus an mancher Stelle zu knapp ist.

Doch mehr Personal bedeutet höhere Kosten. Nicht einmalig, sondern durchlaufend für viele Jahre. Remscheids Haushalt aber ist weiter auf Kante genäht, weiterer Personalabbau im Konsolidierungsplan für die maroden Stadtfinanzen fest eingeplant, um die mit dem Land vereinbarten Sparziele zu erreichen.

In mehreren Sitzungen des Verwaltungsvorstandes wurde über das Thema darum intensiv diskutiert. Nach BM-Informationen standen am Anfang Forderungen, die Mehrkosten für das Personal von zwei Millionen Euro bedeutet hätten. In der Vorlage für den Rat sind es nun noch rund 880. 000 Euro. Das sind umgerechnet rund 13 Stellen, teilweise als Aufstockung von Stunden bei bestehenden Stellen, teilweise als befristete Neueinstellungen.

Die Politik, der diese Zahlen vor einigen Tagen präsentiert wurden, möchte, dass die Mehrkosten an anderer Stelle kompensiert werden. Höhere Gebühren oder Steuererhöhungen für mehr Personal kommen für den Rat und auch für den Verwaltungsvorstand nicht in Frage. Diese Vorgabe hat die Stadt mit dem Papier erfüllt.

Quelle: RP
 
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