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Remscheid
Umweltamt befragt Remscheider zur Mobilität

Remscheid. Die Stadt erstellt eine Mobilitätsstrategie mit Handlungsempfehlungen. Auch die Meinung der Bürger gehört dazu. Von Wolfgang Weitzdörfer

Das Thema Mobilität ist nicht nur wegen der Diskussion um Dieselverbote und das Aufkommen von Elektroautos derzeit in aller Munde. Auch der Klimaschutz spielt hierbei eine große Rolle. Daher hat der Fachdienst Umwelt der Stadt Remscheid den Auftrag bekommen, im Rahmen des Klimaschutzgesetzes eine sogenannte Mobilitätsstrategie zu erstellen.

Verantwortlich dafür ist Mitarbeiterin Nicole Schulte, die zusammen mit verschiedenen anderen Fachmitarbeitern und Verbänden zum Thema einen Arbeitskreis ins Leben gerufen hat. Allerdings spielen dabei auch die Bürger eine wichtige Rolle. Daher hat sich Schulte zusammen mit ihrer Kollegin Monika Mewes am Wochenende mit einem Infostand dorthin begeben, wo die Bürger sind: mitten auf die Alleestraße. Am Freitagnachmittag kamen sie dort mit Bürgern ins Gespräch und versuchten herauszufinden, wo sie der Schuh in Mobilitätsfragen drückte.

Dabei konnten die Umweltamtsmitarbeiterinnen sich nicht über mangelnden Zuspruch beklagen: "Schon als wir den Stand aufbauten, kamen bereits die ersten Bürger zu uns, um ihre Anliegen loszuwerden", sagte Schulte. Diese konnten die Bürger entweder auf Karten schreiben, die am Stand auslagen. Oder sie erzählten es Schulte und Mewes, die fleißig mitschrieben. Dabei waren ein Schwerpunkt die Fahrradfahrer, wie Schulte sagte: "Ein Radler wünschte sich etwa einen separaten Fahrradbereich auf der Alleestraße. Den könnte man mit andersfarbigen Pflastersteinen entsprechend kennzeichnen."

Mehrfach wurde der Wunsch geäußert, dass Fahrradfahrer in Einbahnstraßen auch entgegen der Fahrtrichtung fahren dürften. Da dies von der Gemeinde geregelt werde, könne man darüber im entsprechenden Ausschuss durchaus reden, sagte Mewes. Ein weiterer Vorschlag betraf weitere Standorte für Carsharing: "Wir haben ja bereits zwei Standorte mit jeweils einem Auto - am Teo Otto Theater und am Friedrich-Ebert-Platz", sagte Schulte. Die Bürger schlugen als weitere Standorte die Hindenburgstraße auf Höhe des Gertrud-Bäumer-Gymnasiums sowie den Schützenplatz vor.

Mobilität beziehe sich indes keineswegs nur auf motorisierte Fortbewegung, betonte Umweltamtsleiter Wolfgang Putz: "Die Mobilitätsstrategie bezieht sich auf alle Formen der Fortbewegung: ÖPNV, Bahn, Fahrrad, Auto und natürlich auf die Fußgänger. Wir wollen mit der Strategie die Grundlage schaffen, dass die Bürger so variabel werden, die jeweilige Mobilitätsform zu wählen, die für den Anlass die passende ist." Klar sei, dass das Thema komplex und nicht über Nacht zu stemmen sei: "Es ist aber ein Anfang", betonte Putz.

Heute sind Mewes und Schulte noch einmal zwischen 14 und 16 Uhr unterwegs, diesmal auf der Balkantrasse an der Tennishalle Bergisch-Born. "Wir hoffen, hier möglichst viele Fahrradfahrer anzutreffen, die uns mit ihrer Meinung weiterhelfen können", betonte Schulte.

Quelle: RP
 
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