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Remscheid
Umzug der Grundschule verzögert sich

Remscheid: Umzug der Grundschule verzögert sich
Beim Tag der offenen Tür an der KGS Am Stadion zeigte Lehrer Gabriel Garcia( hier mit Schüler Francesco) den Eltern, wie der Unterricht in Lennep aufgebaut ist. Der Umzug wegen der DOC-Bauarbeiten war ebenfalls ein wichtiges Thema für die Eltern. FOTO: Moll, Jürgen (jumo)
Remscheid. Die KGS Am Stadion kann erst 2017 in die Pestalozzi-Schule umziehen. Die Stadt sichert den Eltern den Termin zu. Von Stefanie Bona

Die Katholische Grundschule (KGS) Am Stadion wird zum Sommer 2017 in das Gebäude an der Leverkuser Straße umziehen. Diese Nachricht erhielt Konrektorin Christiane Schmitz am Freitag bei einem Gespräch mit Schulverwaltung und -aufsicht, zu dem sie kurzfristig eingeladen wurde. Damit konnte sie beim Tag der offenen Tür am Samstag gegenüber den Fragen der Eltern Stellung nehmen. "Diesen Termin hat uns die Stadt schriftlich zugesichert. Und auch, dass wir nirgendwo auf einer Baustelle unterrichten müssen", sagte die kommissarische Schulleiterin gegenüber der BM.

Wie berichtet, muss die KGS dem Bau des Designer Outlet Centers weichen, gehört doch das Schulgelände an der Mühlenstraße zum DOC-Planungsgebiet. Bislang war man in der Schule davon ausgegangen, dass die Verlegung zu einem früheren Zeitpunkt, nämlich zum Schuljahresbeginn 2016/17 erfolgt. Zuvor muss die Pestalozzi-Schule saniert und umgebaut werden. Derzeit wird dieser Schulbau zur Unterbringung von Flüchtlingen genutzt. Wann die Bautätigkeit dort beginnen kann, ist noch nicht abzusehen.

Der Infotag am heutigen Standort der KGS wurde von vielen Eltern genutzt. "Die Resonanz war größer als in den letzten beiden Jahren, als die Verunsicherung bezüglich unserer Situation in den Familien spürbar war", sagte Christiane Schmitz. Allerdings räumte sie ein, dass neben den angebotenen Unterrichtsbesuchen die Standortfrage Thema bei den Eltern war. Nicole und Holger Knorz schauten sich mit dem künftigen Erstklässler Till (fünf) den Schulbetrieb an. "Es gefällt uns sehr gut, vor allem der Unterricht und die Atmosphäre. Der Umgangston zwischen Lehrern und Schülern ist sehr freundlich", befand Holger Knorz. Wenn der DOC-Bau nicht bevorstünde, fiele die Entscheidung für die KGS bei der auf dem Hasenberg wohnenden Familie jedoch leichter. "Das ist schon etwas, das uns Gedanken macht. Allerdings muss man auch sagen, dass alle Schulen im Umfeld von den Bauarbeiten für das DOC betroffen sein werden, gerade in Bezug auf die Verkehrssicherheit", merkte Nicole Knorz an. Ihr Mann wandte ein: "Jeder, der gebaut hat, weiß, dass Zeitpläne nicht immer funktionieren müssen. Das muss man auch bedenken."

Doch auch Schuldezernent Thomas Neuhaus bekräftigte gegenüber der BM: "Es ist sichergestellt, dass die Kinder von einer gut funktionierenden Schule in eine gut funktionierende Schule wechseln werden." Der Schulbetrieb werde durch den DOC-Bau nicht tangiert. Das Baugelände sei so groß, da fiele es für die KGS nicht ins Gewicht, wenn man am anderen Ende der Fläche mit dem Bau der Tiefgarage beginnen werde.

Konrektorin Schmitz vertraut indes auf die geleisteten Zusagen: "Wir Lehrer sind entspannt. Wir unterrichten wie gewohnt weiter und geben unser Bestes." Dem Kollegium den Rücken stärken, werde die engagierte und sehr aktive Elternschaft. Auch sie nehme die Stadt jetzt beim Wort und werde auf die Einhaltung der Versprechen pochen.

Quelle: RP
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