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Remscheid
Ungelöste Festplatzfrage weckt Unzufriedenheit

Remscheid. 211. Schützenfest des Lenneper Schützenvereins von 1805 auf dem Jahnplatz. Einige Schausteller sagten ab.

Urlaubszeit und Erkrankungen sorgten auf der Mitgliederversammlung des Lenneper Schützenvereins von 1805 am vergangenen Freitag dafür, dass Hans Jürgen Potthof als 2. Kassierer den Vorstand vertreten musste. Das Problem "Festplatz" und das bevorstehende Schützenfest, zwei Punkte, die miteinander verbunden sind, standen im Mittelpunkt.

Für die Schützen war klar, dass das Schützenfest vom 19. bis 22. August auf dem Jahnplatz stattfinden wird. Da aber die Schausteller darüber verunsichert sind, wo das Fest stattfinden wird, hätten sogar einige abgesagt. Die Firma Schmidt werde sich um weitere Fahrgeschäfte kümmern, informierte Potthof.

In der Frage nach einem neuen und endgültigen Festplatz für die Lenneper Vereine als Ersatz für den Kirmesplatz zeige sich die Stadt unbeweglich. Vorschläge von Seiten der Vereine habe sie abgelehnt. Der Standort Robert-Schumacher-Straße sei nicht akzeptabel, so der Kassierer.

Klar sei, dass das Schützenfest am Samstag, 20. August, um 10 Uhr mit dem Fassanstich auf dem Jahnplatz eröffnet werde. Am Sonntag ist der traditionelle Empfang der befreundeten Vereine durch die Stadt Remscheid um 14 Uhr im Röntgen-Museum geplant. Um 15 Uhr werde der Hauptfestzug durch die Altstadt stattfinden. Der Forellenzug zieht am Montag, 22. August, ab 9.30 Uhr durch Lenneps Straßen.

Um 14 Uhr beginnt dann der spannende Teil des Festes: das Ausschießen der Königs- und Prinzenwürden sowie der Ehrenscheiben im Schützenhaus Endringhausen. Dort wird dann auch um 20 Uhr die Krönung der Majestäten stattfinden. Wie viele Schausteller die Kirmes gestalten werden, sei noch nicht klar, erklärte Potthof. Verstärkt würden aber die Schützen die Kirmes besuchen, um diese auch bei den anderen Vereinen bekannt zu machen und Präsens zu zeigen. Bei der Entwicklung der Mitgliederzahl gibt es eine positive Tendenz: Zwei Austritte standen fünf Neuaufnahmen gegenüber. Die Planung des Großkaliberstandes sei soweit gediehen, dass nun ein Termin bei den Behörden gemacht werden könne, war zu erfahren.

Bogenwart Manfred Noll-Baues konnte von einer großen Nachfrage im Bereich Bogenschießen berichten. So viel Nachfrage konnte Jugendwart Horst Fitzner nicht vermelden. Die Motivation, zum Schießen zu kommen, sei in dem Kreis immer noch sehr gering, erklärte er. Es brauche Zeit, etwas zu verändern.

Auch der stellvertretende Schießmeister Gerd Hörster musste mahnen. Das Pokalschießen fände kaum noch Interessenten - unklar sei, ob es am Alter der Pokale liege oder wirklich das Interesse daran schwinde. Es müsse für das Pokalschießen mehr geworben werden. Die Listen liegen nunmehr aus. Nach einer guten Dreiviertelstunde konnte Potthof die Sitzung schließen.

(MM)
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