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Remscheid
Zauberlehrling entführt junge Zuhörer

Remscheid: Zauberlehrling entführt junge Zuhörer
Nachwuchsdirigent Johannes Witt übernahm die Leitung der Bergischen Symphoniker beim Schulkonzert im Teo Otto Theater. FOTO: Hertgen, Nico (hn-)
Remscheid. In einem Werkstattkonzert brachten die Bergischen Symphoniker Paul Dukas Komposition Schülern näher. Von Cristina Segovia-Buendía

Einen Einblick in die magische Welt der Orchestermusik und der sinfonischen Dichtung erhielten gestern Sechstklässler verschiedener Remscheider Schulen. Die Bergischen Symphoniker hatten zum Schulkonzert geladen, wo sie gemeinsam mit den Schülern Paul Dukas Komposition "Der Zauberlehrling" Stück für Stück analysierten. Die Schüler folgten dem Konzert gebannt.

Mit der fabelhaften Komposition von Paul Dukas wohl bekanntesten Werk, "L'Apprenti sorcier" von 1897, eine Vertonung der Ballade "Der Zauberlehrling" von Johann Wolfgang von Goethe, entführte das Orchester am Vormittag die Schüler des Röntgen-Gymnasiums und der Nelson-Mandela Sekundarschule, in eine magische Welt. Nachwuchsdirigent Johannes Witt übernahm die Leitung der Bergischen Symphoniker, während Moderator Michael Forster für die Schüler das Werk verständlich in seine Einzelteile zerlegte.

Einige Takte wurden gespielt, dann hakte Forster ein: "Hier haben die Streicher Dämpfer eingebaut, damit es unwirklich klingt. Durch das Zupfen der Harfe erhalten wir einen zauberhaften Klang." Als er die Stelle mit dem verzauberten Besen erläuterte, die im Orchester vom Fagott gespielt wird, sagte er: "Dukas hat sich das Instrument für den Besen sehr gut ausgesucht, denn das Fagott ist nicht nur das einzige Instrument, was so aussieht wie ein Besen, es klingt auch wie ein Besen." Wann immer das Fagott im weiteren Stück zu hören war, wussten die Schüler nun, dass dies der Klang für die Bewegungen des Besens war. Die Schüler folgten gespannt den Ausführungen, hörten aufmerksam und konzentriert dem Orchester zu. Nach der kurzen Einführung, bei der die Schüler lernten, die verschiedenen Instrumente und Melodien in der Geschichte einzuordnen, spielten die Bergischen Symphoniker das Werk noch einmal komplett ohne Unterbrechungen. Komplettiert wurde das Stück durch die farbigen und altersgerechten Zeichnungen, die auf eine Leinwand projiziert wurden.

"Das war sehr schön", äußerte Rögy-Schülerin Lisa (12). "Man hört ja öfter Filmmusik, die nur instrumental gespielt wird, aber jetzt verstehe ich auch, wie die Bilder im Kopf dazu entstehen."

Mitschülerin Alexandra lobte die Musiker. "Das war total cool, auch wie die Emotionen durch die Melodie transportiert werden, wie beim unterdrückten Hilfeschrei des Zauberlehrlings." Auch ihre Musiklehrerin Doris Menze zeigte sich verzückt vom Schulkonzert: "Wir kommen ja schon seit einigen Jahren mit unseren Schülern zu den Symphonikern, und es ist immer wieder großartig."

Quelle: RP
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