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Alpen
40 Jahre Modellflieger Menzelen

Alpen. Im jahr 1976 waren einige Jugendliche Gründer. Heute gibt es 70 Mitglieder. Von Erwin Kohl

Im Jahre 1976 suchten einige Jugendliche aus Menzelen-Ost einen Ort, an dem sie ihre fliegenden "Höllenmaschinen" getrost in die Luft befördern können. Hugo Aldenhoff, selber "richtiger Pilot", hatte ein Einsehen und stellte den Modellbaufreunden seinen Acker Am Hanning als Start- und Landeplatz zur Verfügung.

Dort residiert der MMC (Menzelener Modell Club) noch heute. Mittlerweile 70 Mitglieder stark feierte der inzwischen gemeinnützige Verein das runde Jubiläum am Samstag bei leckerem Essen und ganz vielen Fachgesprächen. Klar, dass die Modellbaufreunde bereits Stunden vorher kamen, im Gepäck ihre Segler, Kunstflugmaschinen und Helikopter. Die meisten von ihnen sind längst alte Hasen, der Anteil an Jugendlichen ist in den vergangenen 13 Jahren von 36 auf sieben zurückgegangen und das, obwohl der Verein sehr viel Energie und Zeit in die Jugendarbeit steckt, in Alpener Schulen und auf dem Vereinsgelände Modellbaukurse anbietet.

Während zwei Drittel der Vereinsmitglieder inzwischen lieber fliegen, zählt der Vereinsvorsitzende noch zu den echten Bastlern. "Ich stricke mir meine Flieger noch selbst, alleine schon deshalb, weil die Fertigmodelle meistens viel zu schwer sind", so Demuth. Zu den "Holzwürmern" im Verein zählt auch Heinz Karmann, der neben Herbert und Hans Hermsen zu den letzten drei Gründungsmitgliedern im Verein zählt. "Ich habe mir eine Ju52 ("Tante Ju") mit 4,95 Spannweite gebaut. Vorlage war eine Postkartengroße Dreiseitenansicht, mehr hatte ich nicht. Aber gerade das macht für mich den Reiz aus", erzählt Karmann. Die Einzelteile für seine Modelle besorgt sich der Bastler auf Fachmessen oder im Internet, denn das nächste Modellbaugeschäft befindet sich mittlerweile im Ruhrgebiet.

Dass es nie zu spät ist, sich mit diesem Hobby zu beschäftigen, beweist Hans de Roo. Der Niederländer hat im Alter von 65 Jahren von seinem Schwager und Vereinsmitglied Peter Komander einen Flieger und Sender geschenkt bekommen und war sofort Feuer und Flamme. "Es ist so unglaublich entspannend. Angst haben braucht man nicht, denn man beginnt immer mit einem Fluglehrer neben sich", sagt de Roo. Wer es selbst ausprobieren möchte, kann an jedem Sonntag gerne mit vereinseigenen Modellen im Lehrer- Schülermodus gefahrlos üben. Übrigens: Putzfrauen und Gärtner gibt es beim MMC nicht, diese Jobs übernehmen die Mitglieder selbst. 15 Arbeitsstunden muss jeder von ihnen im Jahr leisten. Wer statt das Klubheim zu fegen oder den Rasen zu mähen lieber fliegt, zahlt pro fehlender Arbeitsstunde 15 Euro in die Vereinskasse.

Quelle: RP
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