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Rheinberg
Ab Herbst 2018 wird Borth für zwei bis drei Jahre zur Baustelle

Rheinberg. Auf eine Großbaustelle müssen sich die Borther einstellen. Voraussichtlich ab Oktober 2018 werden dort 4,5 Kilometer Kanäle neu gebaut, rund 300 Häuser bekommen neue Anschlüsse, es werden Pumpanlagen und ein Regenrückhaltebecken gebaut. Von Uwe Plien

Heinz Barth vom Krefelder Ingenieurbüro Angenvoort & Barth stellte das Vorhaben im Bau- und Planungsausschuss vor. Er geht davon aus, dass die Bauzeit zwei bis drei Jahre dauert. Auftraggeber ist die Cavity - die Gesellschaft also, die Bergschäden aus der Zeit regelt, als das Salzbergwerk noch von Solvay betrieben wurde.

Dass die Schäden um das Jahr 2020 so massiv sein werden, dass die Ab- und Regenwasser nicht mehr ablaufen, sei seit 25 Jahren klar, so Barth. Jetzt müsse gehandelt werden, sonst funktioniere das Entwässerungskanalnetz nicht mehr.

Betroffen ist insbesondere der Borther Norden: die Borther Straße, von der Einmündung Zum Alten Rathaus bis Einmündung Wallstraße, Hesperstraße, Finkensteg von Hesperstraße bis Kolkstraße, Kolkstraße und Wallstraße. Da die Auswirkungen der Bergsenkung gegensätzlich zur ursprünglichen Fließrichtung verlaufen, müssen Pumpen her. Eine Schmutzwasserpumpanlage werde an der Borther oder an der Büdericher Straße gebaut, ein Regenwasserpumpwerk an der Borther Straße und ein Grundwasserpumpwerk östlich der Wallstraße/Kolkstraße.

Für das Schmutzwasser ist eine Druckrohrleitung bis zur Einmündung Zum Alten Rathaus geplant, damit es dann wieder den vorhandenen Fließweg bis zur Pumpanlage Borther Straße/Ulmenallee nimmt und von dort weiter zur Kläranlage geleitet werden kann. Für das Regenwasser ist geplant, an der Borther Straße nördlich der Kolkstraße ein Regenrückhaltebecken zu bauen. Betreiben wird es später ebenso wie die Pumpanlagen die Lineg. Bis die Lineg dieses Becken errichtet hat, soll vor dem Graben ein Versickerungsbecken mit einem Volumen von 2500 Kubikmeter am Übergang zur Borthschen Ley gebaut werden.

Weil in den betroffenen Straßen drei Leitungen (Regen- und Abwasser- sowie Drainagerohre für das ansteigende Grundwasser) verbaut werden müssen, werde von den Straßen nicht mehr viel übrig bleiben. Etwa vier Meter der Straße müssten aufgerissen werden. Die Cavity muss alle einzubauenden Anlagen bezahlen. An den Kosten für den Kanal ist die Stadt beteiligt.

Quelle: RP
 
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