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Rheinberg
Acht Partner stehen "Gewerk bei Fuß"

Rheinberg: Acht Partner stehen "Gewerk bei Fuß"
Das Meisterteam Niederrhein mit dem Wimpel als Erkennungszeichen (v.l.): Ralf Kahle, Stefan Krause, Clemens Geßmann, Linda Syska, Christian Lommen, Norbert Geerkens, Kurt Appenzeller, Klaus Wittmann, Lars Eickers und Meisterteam-Geschäftsführer Thomas Schley. FOTO: Fischer, Armin (arfi)
Rheinberg. Nach 15 Jahren wird aus der Handwerker-Kooperation "TeamWerk" das "Meisterteam Niederrhein". Die Betriebe aus Rheinberg und Alpen schließen sich dem bundesweiten Verbund an. Das Motto heißt weiterhin: "Alles aus einer Hand." Von Uwe Plien

Als sich vor 15 Jahren sechs Rheinberger Handwerksbetriebe verschiedener Gewerke zur Kooperation TeamWerk zusammengeschlossen haben, war das neu und ein weit über die Grenzen der Stadt beachteter Schritt. Die Idee lautete damals: "Wir bieten dem Kunden alles aus einer Hand." In der Folge gründeten sich zahlreiche solcher Verbände, von denen die meisten längst wieder verschwunden sind. Nicht so TeamWerk. Inzwischen sind aus sechs acht Partner geworden, wobei vier von Beginn an mit dabei sind.

Norbert Geerkens, Inhaber des Sanitärbetriebs Geerkens, hat dafür eine Erklärung: ",Aus einer Hand', das gab es immer - aber vor allem als Slogan. Wir sind und waren mehr, weil wir wirklich kooperieren. Und zwar - das ist ganz wichtig - nicht nur die Betriebsinhaber, sondern auch die Mitarbeiter", sagt er. "Wenn ich heute in einem Haus eine Badewanne aufstellen muss, schicke ich nur noch einen Mann hin. Weil ich mich darauf verlassen kann, dass beispielsweise der Fliesenleger eines Partnerbetriebs mit anpackt. Das wäre früher undenkbar gewesen. Heute haben wir alle den Zehn-Gewerke-Blick."

Dabei gibt keines der beteiligten Unternehmen seine Eigenständigkeit auf, was etwa für die Frage der Gewährleistung wichtig ist. Einmal in der Woche treffen sich die Partner, um sich abzustimmen. Das läuft inzwischen kurz und bündig, ist auf das Wesentliche beschränkt. Früher wurde gemeinsam gegessen und viel Aufwand betrieben, doch dafür fehle einfach die Zeit.

Jetzt hat TeamWerk den nächsten Schritt gemacht. Die acht Betriebe aus Rheinberg und Alpen bieten ihre gebündelten Leistungen fortan als "Meisterteam Niederrhein" an. "Wir wollen alle Kräfte bündeln, um uns noch besser zu präsentieren", machte Tischler- und Dachdeckermeister Klaus Wittmann deutlich. "Es ist richtig, dass wir uns unter das Dach des Meisterteams stellen, auch wenn die Konjunktur nicht schlecht ist. Der Markt dafür ist da." Als sich die Partner jetzt zur Gründungsversammlung in der Planungs- und Beratungswerkstatt Wittmann am Innenwall (in der alten Post) in Rheinberg trafen, saß auch Meisterteam-Geschäftsführer Thomas Schley mit am Tisch. Beim Meisterteam, so erläuterte er, handele es sich um einen bundesweiten Verbund von derzeit 300 Meisterbetrieben. Hauptsitz der GmbH & Co KG ist Hamburg. Neben der neuen Niederrheingruppe gibt es nur zwei weitere Kooperationen: eine in Berlin und eine im Rhein-Bonn-Sieg-Gebiet. Ein Vorteil ist, dass die Beteiligten den gemeinsamen Einkauf bei günstigeren Vertragslieferanten nutzen können.

Jetzt nutzt das Rheinberg-Alpener Oktett den hohen Bekanntheitsgrad der Meisterteam-Verbundgruppe, um seine Kooperation noch bekannter zu machen. Thomas Schley: "Umfragen belegen, dass sich immer mehr Kunden Angebote aus einer Hand wünschen. Es gibt einen Trend zu gewerkübergreifenden Arbeiten." Mit der jungen Innenarchitektin Linda Syska gibt es auch eine Frau im Meisterteam, die sich künftig um die Koordination der Gewerke kümmern wird. Die Geschäftsstelle ist bei Geerkens an der Bahnhofstraße 101, Telefon 02843 9599167. Die beteiligten Betriebe sind Heizung und Sanitär Geerkens, Elektro Lommen, Malerbetrieb Krause, Metallbau Geßmann, Dachdecker Appenzeller, Fliesen und Naturstein Eickers, Bauunternehmung Kahle sowie Zimmerei und Tischlerei Wittmann.

Quelle: RP
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