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Alpen
Alpens Weg in die Zukunft

Alpen: Alpens Weg in die Zukunft
FOTO: Felixx - De Zwarte Hond
Alpen. Mit einem Konzept, das die Stärken der Gemeinde betont, gewannen Felixx/De Zwarte Hond den städtebaulichen Wettbewerb. Gestern wurde der Entwurf vorgestellt. Von Sabine Hannemann

So sehen Sieger aus - der Eindruck machte sich unweigerlich im Sitzungssaal des Alpener Rathauses breit. Der Architektenwettbewerb für den sanften Stadtumbau in Alpen hat das niederländische Architekturbüro Felixx Landscape Architects and Planners/De Zwarte Hond für sich entschieden. Matthias Rottmann, Michiel van Driessche und Klaus-Peter Lorenz erläuterten gestern die verschiedenen planerischen Maßnahmen. Stolzer Gewinner auf der anderen Seite ist die Gemeinde Alpen mit ihrer engagierten Bürgerschaft, die an allen Ebenen der städtebaulichen Planentwicklung über verschiedene Beteiligungsformen wie Workshops und Zwischenpräsentation teilnahmen.

Für die Jury war es keine leichte Aufgabe, über vier Wettbewerbsbeiträge zu entscheiden. "Für uns war es wirklich sehr schwer, weil die Beiträge sehr nah beieinanderlagen und gleichzeitig die Abstufungen so gering waren", sagte Bürgermeister Thomas Ahls. Verständlich, dass mit dem Jury-Vorsitzenden Thomas Fenner in Konsequenz ein Weg gewählt wurde, der die Situation verdeutlicht. "Wir haben einen ersten Platz vergeben und drei mal dritte Plätze. Das Ergebnis spricht für sich."

Für Fenner kamen bei diesem Wettbewerb verschiedene Faktoren zusammen, die für Spannung sorgten. Die Bevölkerung sei frühzeitig involviert gewesen. "Hut ab vor solch fundiertem Interesse, ein gutes Zeichen", meinte er. Für den Entwurf der Niederländer sprachen zum Schluss, richtige Antworten auf Alpens Fragen gefunden wurden. "Das Konzept ist logisch, bietet verschiedene Bausteine, an denen Alpen stufenweise arbeiten kann. Eine Vision, die in kleinen Schritten realisierbar ist", sagte Fenner bei der Vorstellung.

Alpens Mitte bleibe die Mitte. Fenner erklärte, was es mit den verschiedenen Bausteinen des Entwurfs auf sich hat, etwa dem Areal um die evangelische Amalienkirche mit Amalienhof und umgebender Mauer als Raum-in-Raum-Prinzip, das ihn überzeugt habe. Ausschlaggebend sei die "Maßstäblichkeit" des jungen Architektenteams gewesen, das den dörflichen Charakter, die Kleinteiligkeit, den Menschen und die Gemeinde Alpen zur Grundlage genommen habe. "Alpens Identität bleibt erhalten", sagte Fenner. Dazu Ahls mit dem Blick auf Alpens Zukunft: "Der Ortskern wird so ausgerichtet sein, dass er funktioniert." Die Umgestaltung sei ein Prozess, der auf Jahre angelegt sei. "Bei unseren Planungen hatten die öffentlichen Räume verschiedene Funktionen. Beispielsweise der Spielplatz eine soziale und ökologische, von denen wir uns haben leiten lassen", sagte Matthias Rottmann. Zu den nächsten Realisierungsschritten gehören die weiteren Gespräche und Verhandlungen mit der Bezirksregierung über die terminliche Förderfähigkeit baulicher Mosaiksteine. Thomas Ahls erklärte: "Die Kunst ist, diese Zeit zu überbrücken, untereinander im Gespräch zu bleiben und weiterhin die Bevölkerung zu beteiligen." Der mit 65.000 Euro dotierte Wettbewerb bringt dem Sieger 14.000 Euro, die drei Drittplatzierten erhalten je 7000 Euro, jeweils 5000 Euro erhielten alle Teilnehmer vorab. Begleitet wird die Entwicklung vom Düsseldorfer Stadtplaner Claudio Steege.

Quelle: RP
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