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Rheinberg
Der Bürgermeister kämpft wie ein Stier

Rheinberg: Der Bürgermeister kämpft wie ein Stier
Verwirrung im Bürgermeisteramt Rheinberg (v.l.): Gabriele Klausen (Manuela Jordans), Gustav Möllering (Gabi Behrens) und Hans Wolter (Ruth Deenen) in einer Spielszene. FOTO: Armin Fischer
Rheinberg. Die Frauen der Millinger Theatergruppe von St. Ulrich feierten Premiere mit der Kriminalkomödie "Der Bullenkrieg". Von Peter Gottschlich

Der Rheinberger Bürgermeister Gustav Möllering (Gabi Behrens) ist nicht gerade ein heller Kopf. Er muss immer wieder Rücksprache mit seinem Sekretär Hans Wolter (Ruth Deenen) nehmen, wenn er ein kurzes Schreiben verfassen will - zum Beispiel an den Alpener Bürgermeister. Darin schafft er es, in 27 Wörter 13 Rechtschreibfehler einzubauen. Trotzdem hält er sich für ein großes Stadtoberhaupt. "Ein Rheinberger Bürgermeister entschuldigt sich nicht", verkündet er stolz seiner Frau Justine (Lucia Riedel). Dazu kann er wie ein Stier kämpfen, besonders gegen den Alpener Bürgermeister und den Rheinberger Pastor Justus Hallermann (Andra Sprünken).

Im Stück "Der Bullenkrieg", mit dem die Theatergruppe der St.-Ulrich-Bruderschaft Millingen a Premiere feierte, geht es um zwei Stiere. Der eine ist der Rheinberger Bürgermeister, der andere der Alpener Gemeindestier. Dieser unternimmt immer wieder "sexuelle Übergriffe" auf Rheinberger Gebiet, die dem Rheinberger Bürgermeister gelegen kommen - beispielsweise wenn der Stier den Sonntagsgottesdienst stört.

Als der Alpener Stier in den Rheinberger Pfarrgarten eindringt, um ihn zu verwüsten, kommt es zum Eklat. Walter Weber (Monika Willert) ruft als Vorsitzender des Pfarrgemeinderates kurzfristig eine Sitzung ein, die feucht-fröhlich endet und einen Höhepunkt der Komödie ist. Anschließend beauftragt der Bürgermeister seinen Sekretär, die Pfarrhaushälterin Clementine Sachsenbach (Sandra Spandick), gegen den Alpener Stier vorzugehen. Was genau in der Nacht passiert ist nicht klar - bis auf das Ergebnis. Am nächsten Tag lebt der Gemeindestier nicht mehr.

Kriminalkommissarin Petra Kurth (Gitti Lindner) nimmt die Ermittlungen auf. Die Drei sind verdächtig. Zudem könnte Gabriele Klausen (Manuela Jordan) etwas mit dem Tod zu tun haben. Die attraktive Wirtin der Alpener Burgschänke ist mit Günther Wachter (Klaudia Kannemann) befreundet, dem Sohn des Alpener Bürgermeisters und seiner Frau Josefa Wachter (Antje Kremer-Adams). Es entwickelt sich eine turbulente Kriminalkomödie, in der der Rheinberger Bürgermeister versucht, seinen Hals aus der Schlinge zu ziehen.

Die zehn Frauen der Theatergruppe, die erstmals in so großer Zahl gemeinsam im Rampenlicht stehen, haben das Stück von Winfried Pohl an Rheinberg und Alpen angepasst. Die Hälfte von ihnen ist als Männer verkleidet und hat sich Bärte angelegt. Sie spielen in der Amtsstube des Rheinberger Bürgermeisteramtes, die von den Männern der Millinger Bruderschaft im Stil der späten 60er Jahre nachgebaut wurde und jetzt im Pfarrheim St. Anna steht. Bei der Premiere bedankten sich 150 Zuschauer bei den Schauspielerinnen mit langem Klatschen, nachdem es hier und da auch Szenenapplaus gegeben hatte. Dazu gab es an vielen Stellen Lachstürme über skurrile Dialoge.

Die Kriminalkomödie "Der Bullenkrieg" ist noch zweimal im Pfarrheim St. Anna zu sehen. Dabei ist die Vorstellung am morgigen Mittwochnachmittag bereits ausverkauft. Um 15 Uhr gibt es Kaffee und Kuchen für 170 Zuschauer. Gegen 16 Uhr beginnt das Theaterstück.

Am Freitag, 11. März, bietet die Theatergruppe um 19.30 Uhr eine weitere Aufführung an. Der Eintritt ist kostenlos. Die Theatergruppe bittet um eine Spende, um die Kosten der Aufführung decken zu können.

Quelle: RP
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