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Alpen
Fahrgäste sitzen stundenlang im Zug fest

Alpen: Fahrgäste sitzen stundenlang im Zug fest
Alpener Feuerwehrleute waren den Fahrgästen beim Aussteigen in Huck behilflich. Sie wurden mit einiger Verspätung in Bussen weiter transportiert. FOTO: Fotos (3). Schulmann
Alpen. Nordwestbahnzug blieb auf der Regionalbahnstrecke 31 wegen eines technischen Defekts in Alpen liegen. In Rheinberg hat offenbar ein Tankwagen größere Mengen Salzsäure verloren. B 510 und L 137 mussten zeitweilig gesperrt werden. Von Uwe Plien

Am Mittwochabend ist ein Zug der Nordwestbahn auf der Regionalbahnstrecke RB 31 ("Der Niederrheiner") zwischen Alpen und Millingen evakuiert worden. Der Zug mit zwei Triebwagen war in Xanten gestartet und Richtung Duisburg unterwegs, als er gegen 20 Uhr in Höhe der Ortslage Huck wegen eines technischen Defekts stehenblieb.

Für die 26 Fahrgäste war der Abend damit gelaufen. Sie durften den Zug erst gegen 22 Uhr, also nach gut zwei Stunden Wartezeit, verlassen. "Wir sind gegen 21.15 Uhr alarmiert worden", sagte der Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Alpen, Michael Hartjes, gestern. Erst eine halbe Stunde danach sei es den rund 20 Einsatzkräften des Löschzugs Alpen erlaubt worden, die Fahrgäste aus den Wagen zu begleiten. Hartjes: "Der Zug war zwischenzeitlich einige Meter weiter an eine Stelle bewegt worden, wo das Aussteigen besser möglich war. Wir haben die Einsatzstelle ausgeleuchtet, waren beim Aussteigen behilflich und haben die Passagiere zu den von der Nordwestbahn gecharterten Bussen begleitet." Es habe keinerlei Zwischenfälle oder gar eine Panik unter den Fahrgästen gegeben.

Die Bundespolizei war über die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn als für die Strecke zuständige Behörde über die Vorgänge informiert. "Wir mussten aber nicht eingreifen", sagte Pressesprecher Uwe Esselborn von der Dienststelle Kleve. Kurioserweise, so Esselborn, habe die Regionalbahn nur wenige Minuten nachdem die Passagiere umgestiegen waren, ihre Fahrt leer fortsetzen können.

"Es hat etwas gedauert, bis klar war, dass der Zug wirklich nicht würde weiterfahren können", sagte Nordwestbahn-Sprecher Maik Seete zu der Verzögerung. Hinzu kam, dass der Zug an einer ungünstigen Stelle auf der Strecke liegengeblieben war. Laut Seete mussten Mitarbeiter der Ereignisbereitschaft der Nordwestbahn hinzugezogen werden. Diese machten den Zug wieder soweit fit, dass er bis zu einer Stelle vorfahren konnte, an der die Fahrgäste aussteigen konnten. Ein Bus brachte die Passagiere in Richtung Duisburg Hauptbahnhof.

Unterdessen gab es am Mittwochabend einen folgenreichen Zweischenfall in Rheinberg. Gegen 18.10 Uhr meldete sich eine Verkehrsteilnehmerin bei der Polizei. Ihr war eine grüne Flüssigkeit auf der Fahrbahn der Autobahn 57 aufgefallen, die die Auffahrt Rheinberg hinunterfloss. Später wurde festgestellt, dass diese stark ätzende Flüssigkeit die Fahrbahnmarkierung teilweise auflöste. An drei weiteren Orten in Rheinberg gab es ähnliche Vorfälle. Die Feuerwehr stellte fest, dass es sich bei der Flüssigkeit um Salzsäure handelte. Die Rheinberger Feuerwehr übernahm dann auch die Reinigung der Straße.

Die Anschlussstelle Rheinberg wurde ab 17.30 Uhr in beide Fahrtrichtungen gesperrt. Die Landstraße 137 (ehemalige Bundesstraße 57) wurde auf einer Strecke von 4,5 Kilometern gesperrt. Die Sperrungen wurden um 21 Uhr wieder aufgehoben. Der Verursacher konnte bisher nicht ermittelt werden.

Quelle: RP
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