| 17.19 Uhr

Rheinberg
Hickhack um ein verschwundenes Paket

Rheinberg. Lutz Schmied ist stinksauer. Auf die DHL. Bereits vor Weihnachten hatte einer der beiden Inhaber der Firma Maasarbeit GbR mit Sitz in Millingen ein Paket bei der Post-Tochter aufgegeben: Für die 5-Kilo-Sendung hat er 65­ bezahlt, der Versicherungswert betrug 3000 Euro. Ordnungsgemäß habe er auch einen Einlieferungsbeleg erhalten, so Schmied. Damit war für ihn die Sache erledigt. Erst auf Nachfrage des Kunden, wo denn das Paket bleibe, wurde Schmied hellhörig. "Ich habe mich sofort ans Telefon geklemmt, um zu recherchieren", erklärt der der Geschäftsmann. Mit dürftigem Erfolg. Von Nicole Maibusch

Ein Anruf beim DHL-Kundencenter ergab sogar, dass die Identifikationsnummer des Einlieferungsbelegs unbekannt sei. Auch ein gestellter Nachforschungsauftrag hat bislang keinen Aufschluss über den Verbleib des Paketes gebracht. "Das Kundencenter in Hamburg hat jetzt zwei Mal alle Daten für die Rückverfolgung angefordert", schildert Lutz Schmied. Zwei Mal habe er eine Kopie des Einlieferungsbelegs mit allen nötigen Angaben in die Hansestadt gefaxt. Seitdem herrscht Funkstille. Das Paket scheint im Schwarzen Loch der DHL verschwunden.

Das wirklich Ärgerliche für den Betrieb sei neben dem Materialverlust die Tatsache, dass man zwar von Pontius zu Pilatus verbunden werde, aber ansonsten herzlich wenig Unterstützung erfahre. "Niemand kann mir sagen, ob das Paket nun wirklich verloren ist, wie lange der Nachverfolgungsauftrag noch läuft und wie wir evt. an die Versicherungssumme kommen", ärgert sich Lutz Schmied. Die Pressestelle von DHL nahm sich der Sache an – und gab gestern gegenüber der RP einen Fehler zu und entschuldigt sich bei dem Rheinberger Unternehmen dafür. "Das Paket ist nie beim Adressaten in den Niederlanden angekommen", sagte gestern ein Post-Sprecher. "Das Problem ist, dass unser Sachbearbeiter bei diesem Vorgang ,keine Haftung' angegeben hat, so dass der Kunde nicht informiert worden ist. Wir haben den Kunden sofort angeschrieben. Sobald er eine Rechnung vorlegt, bekommt er sein Geld."

Quelle: RP
 
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