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Rheinberg
Rubbeldiekatz - auch als Theaterstück ein Knüller

Rheinberg. Von der Kinoleinwand schaffte der Detlev-Buck-Film "Rubbeldiekatz" mit Matthias Schweighöfer in der Hauptrolle den Sprung auf die Bretter, die die Welt bedeuten. In der Rheinberger Stadthalle freuten sich Theatergänger über die Komödie, die Gunnar Dreßler zu einer Bühnenfassung und Christian Kühn zu einer Torneefassung umfunktioniert hatten. Die Akteure des Tourneetheaters Thespiskarren hatten eine humorvolle Travestiekomödie präsentiert. Zahlreiche Rollenwechsel hielten die Gäste in Atem. Von Sassan Dastkutah

Eben spielte Christian Kühn noch einen sächselnden Hitler, kurz darauf verwandelte er sich in einen stark feminin angehauchten Modeberater. Gleich sechs Rollen spielte der Akteur in dem temporeichen Stück, das von einem Schauspieler handelt, der um ein Engagement in dem Film "Naziland" zu bekommen, in die Rolle einer Frau schlüpft. A la "Charlies Tante" nahm das Stück seinen turbulenten Lauf. Zu Beginn wurde Alexander Honk (Jan van Weyde) von seinen beiden Brüdern in Alexandra Honk verwandelt. Die Zuschauer erlebten, wie sie die Frau im Manne hervorholten. Mit Hammer, Hobel, und Zange wurde Alexander aufgetuned und in sein weibliches Alter Ego verwandelt. Die Gäste lachten fleißig über so viel Situationskomik und knackigen Wortwitz. Schnell ging es auf der Bühne weiter. Als Blondine traf Alexander auf Sarah Voss, dargestellt von Rosetta Pedone. Seine Schauspielkollegin hatte Honk schon vor der Begegnung am Set getroffen. Es gab ein Schäferstündchen, Honk hatte sich verliebt. Als BH-Träger und in Stöckelschuhen näherte er sich seiner unwissenden Liebe an. Zwischen Star und vermeintlicher Frau entwickelte sich eine enge Freundschaft.

Das Verwirrspiel auf der Bühne erfreute die Gäste immens. Immer wieder wurde laut gelacht. Besonders die unterschiedlichen Charaktere, die die Darsteller in ihren stetig wechselnden Rollen spielten, faszinierten. Langweilig wurde es somit nicht. Im Gegenteil. Erwartungsvoll schauten die Zuschauer nach Szenenwechseln auf die Bühne, freuten sich über neue Rollen. Dass Schauspieler Charaktere wie Kleidung gleichermaßen schnell wechselten, machte das Stück unglaublich lebendig und flott.

Ein liebestoller Regisseur (Oliver Geilhardt) war das i-Tüpfelchen. Der in amerikanischem Slang sprechende Regisseur war von der blonden Alexandra ganz angetan und sorgte mit seinen Annäherungsversuchen für jede Menge Spaß.

Quelle: RP
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