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Rheinberg
Sechs Stadthäuschen auf engstem Raum

Rheinberg: Sechs Stadthäuschen auf engstem Raum
Aus der Luft erkennt man die Fläche mit dem Parkplatz der Zahnarztpraxis van Straelen besonders gut. Der Bau- und Planungsausschuss hat das Vorhaben bisher kritisch begleitet. Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen. FOTO: Arnulf Stoffel
Rheinberg. Der Rheinberger Zahnarzt Frank van Straelen und sein Architekt Jochem Bellinger waren überrascht, dass ihre Voranfrage für ein Bauprojekt an der Eyck-Stege im Bau- und Planungsausschuss kritisch gesehen wurde. Von Uwe Plien

"Passen sechs Häuser an die Orsoyer Straße/Eyck-Stege?" - so war ein am 16. Oktober erschienener RP-Bericht über eine Bauvoranfrage überschrieben, mit der sich der Bau- und Planungsausschuss befasst hatte. Es geht um eine Fläche in der Innenstadt, gelegen auf der Rückseite der Zahnklinik van Straelen an der Orsoyer Straße. Zahnarzt Dr. Frank van Straelen ist auch der Initiator. Er wundert sich, wie groß das Interesse an diesem Vorhaben ist. "Seit der Bericht erschienen ist, gibt es bei uns regen Publikumsverkehr. Ich beobachte fast täglich Leute, die sich die Fläche von der Eyck-Stege aus anschauen."

Frank van Straelen gehören der große Privatparkplatz und angrenzende Flächen. "Der Parkplatz ist für unseren Bedarf viel zu groß", sagt er. "Deshalb haben wir überlegt, was man dort machen kann." Architekt Jochem Bellinger vom Architekturzentrum Grafschaft Moers in Rheurdt hat ein Konzept für sechs Stadthäuser entwickelt. "Wir haben dort die Möglichkeit, eine städtische Architektur zu schaffen, die zu dem bestehenden Umfeld passt", sagt Bellinger. "Die Häuser wären keine Fremdkörper." Bebaut werden müsste nach Paragraf 34 des Baugesetzbuches. Das bedeutet: Es ist kein Bebauungsplan ausgewiesen. Der Architekt: "Wir orientieren uns an der Höhe der umliegenden Häuser. Das Gebot des Einfügens ist damit absolut gewahrt." Es müssen keine Anbauten weggerissen werden. "Und wir hätten anschließend auch noch 13 Stellplätze für unsere Praxis", so Frank van Straelen. Dem Wunsch der Stadtverwaltung, kleinstädtische Elemente, wie sie in Rheinberg üblich seien, aufzunehmen, habe man entsprochen.

Architekt Jochem Bellinger (li.) und Zahnarzt Frank van Straelen. FOTO: plien

Es steht eine Fläche von 754 Quadratmetern zur Verfügung, darauf sollen sechs kleine Reihenhäuser mit sehr kleinen Terrassen beziehungsweise Gärten errichtet werden. Die Häuser sind mit Grundflächen zwischen 46 und 63 Quadratmetern angelegt. Die Wohnflächen liegen zwischen 87 und 111 Quadratmetern. Auch sieben Stellplätze sind berücksichtigt.

"Diese Art von kleinen Stadthäusern ist genau das, was heutzutage nachgefragt wird", unterstreicht Architekt Bellinger. "Und zwar gleichermaßen von älteren Menschen, die sich kleiner setzen möchten, als auch von jungen Familien. Beide Gruppen möchten gerne zentrumsnah und möglichst in den eigenen vier Wänden leben - da, wo Geschäfte, Ärzte, Kindergärten und Schulen gut erreichbar sind."

Van Straelen und Bellinger waren überrascht, dass ihre Bauvoranfrage im Bau- und Planungsausschuss mit einiger Skepsis und sehr kritisch beäugt worden ist. Die Politiker erkundigten sich beispielsweise danach, ob Müll- oder Rettungsfahrzeuge überhaupt eine Zufahrt hätten. Fragen, die im Vorgespräch mit der Verwaltung bereits beantwortet worden seien. "Natürlich ist das alles geregelt", so Bellinger. "Es gibt ja bereits jetzt eine Zufahrtsmöglichkeit über die Beguinenstraße und die Eyck-Stege."

Investor und Architekt bieten den Politikern des Bau- und Planungsausschusses an, ihnen das Gelände und die Pläne vor Ort zu erläutern. Frank van Straelen: "Wir möchten hier nichts gegen den Willen der Rheinberger durchpauken. Aber wir halten die Planung für geeignet."

Quelle: RP
 
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