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Rheinberg
Sekundarschule setzt weiter auf Eigenständigkeit

Rheinberg. Der Alpener Schulleiter bleibt zuversichtlich und verweist darauf, dass ab Stufe 6 vier Klassen gestellt werden.

Tilman Latzel, Leiter der Sekundarschule in Alpen, hat verwundert darauf reagiert, dass die Politik im Rheinberger Stadthaus offenbar davon auszugehen scheint, dass seine Schule künftig als Dependance der Europaschule weitergeführt werde.

"Wir wollen und werden alles dafür tun, unsere Eigenständigkeit zu erhalten", sagte Latzel. "Und wir sind weiter sehr zuversichtlich, dass uns das auch gelingt." Unabhängig davon laufen die Vorkehrungen für den Fall, dass die Alpener Schule ihr Ziel nicht erreicht. Rheinbergs Schulpolitiker jedenfalls wollen ihrer gesetzlichen Pflicht zur verstärkten Kooperation nachkommen, sollte der Bestand der Sekundarschule nachhaltig in Gefahr sein. Sie muss, so geht es aus der Vorlage für die Sondersitzung des Schulausschusses hervor, mindestens drei Parallelklassen haben. Das bedeutet, dass sich mindestens 60 Kinder anmelden müssen. - Das hatte zuletzt erstmals nicht geklappt.

Sollte Alpen auch im nächsten Schuljahr keine drei Eingangsklassen aufstellen können, plant die Bezirksregierung eine Fusion mit der Europaschule. Auch das geht aus der Beratungsvorlage für den Schulausschuss hervor. Diese Fusion bringe Planungssicherheit und helfe dabei, den Schulstandort Alpen zu halten.

Im Stadthaus lebt zwar die Hoffnung, "möglichst lange die Eigenständigkeit beider Schulen zu erhalten". Dennoch traf der Gedanke einer Fusion auf fruchtbaren Boden. Die Rheinberger sprachen's offen aus: Es bringe die "charmante" Möglichkeit, dass sich Alpen an den Kosten für Ausbau und Betrieb der Europaschule beteiligt.

So ist die Bereitschaft groß, einen "Vorratsbeschluss" zu fassen, falls die Anmeldezahlen in Alpen nicht ausreichen. Sollte der Beschluss vor der Anmeldung im Februar fallen, würden niedrigere Zahlen für ein weiteres Schuljahr "toleriert". Das gebe ein weiteres Jahr Luft.

Alles hängt am Wahlverhalten der Eltern in Alpen. Latzel appellierte erneut, den Fokus nicht allein auf die Anmeldungen zu richten. Schließlich wechseln viele Kinder und Jugendliche von Gymnasien und Realschulen auf die Sekundarschule: Dies sorgt ab Jahrgang 6 für je vier Klassen. "Die Rückmeldungen der Eltern bescheinigen uns, dass sich ihre Kinder wohlfühlen und aufblühen", so Latzel. Das sei für ihn Bestätigung für die pädagogische Qualität der Schule.

(bp)
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