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Solingen
Bürgerinitiative lehnt Kürzungen im Busverkehr ab

Solingen. Geht es nach den Mitgliedern der Initiative "Solingen gehört uns", wird es in der Klingenstadt kein sprichwörtliches Streichkonzert im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) geben. Um Kürzungen zu vermeiden, hat die Initiative jetzt an die Solinger Politik sowie an Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD) appelliert, sich für einen Erhalt des Busangebotes in seiner bisherigen Form einzusetzen.

So hätten sich SPD, Grüne, FDP, BFS, Solingen Aktiv sowie die FBU vor der Kommunalwahl 2014 dafür stark gemacht, die Bus-Leistungen in der Klingenstadt nicht zu kürzen. Und OB Kurzbach sei 2015 vor seiner Wahl mit dem Vorsatz angetreten, den ÖPNV sogar attraktiver für die Bürger zu machen, betonte die Initiative.

Diese Ankündigungen gelte es nun einzuhalten. Stattdessen aber diskutiere der Solinger "Stadtrat derzeit über Vorschläge, den Fahrplan radikal zu kürzen". Immerhin empfehle die Unternehmensberatung Rödl & Partner in ihrem Gutachten zur Lage bei den städtischen Beteiligungen eine Einsparung im Busverkehr in Höhe von 985.000 Euro jährlich.

Aus Sicht von "Solingen gehört uns" ist dies ein Unding. Denn schließlich würden Fahrplankürzungen eine "Abwärtsspirale beim Busverkehr auslösen", mutmaßen die Initiativen-Mitglieder, die stattdessen verlangen, den Anteil der Menschen, die den ÖPNV in Solingen nutzen, zu erhöhen. "Der Busfahrplan sollte regelmäßig unter intensiver Beteiligung der Fahrgäste und des Fahrgastbeirats überprüft werden, um ihn besser auf die Bedürfnisse abzustimmen", hieß es bei der Bürgerinitiative. Ständige Kürzungsdebatten seien hingegen langfristig schädlich.

(or)
 
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