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Solingen
Feuerwehr rückt mit Leitern und Kettensägen an

Solingen. Dichte Rauchschwaden bildeten sich gestern beim Brand im Anbau einer Galvanik-Firma am Dahl. Von Günter Tewes

Auch nach Stunden hat sich der beißende Rauch noch wie ein unsichtbarer Schleier über die Merscheider Hofschaft gelegt. Der Brand in einem Betriebsgebäude einer Metallverarbeitung am Dahl hielt gestern Morgen die Feuerwehr in Atem. Verletzt wurde niemand. Die Flammen waren in einem Anbau im Untergeschoss der Galvanik-Firma ausgebrochen. Ersten Erkenntnissen zufolge hatte ein Kunststoffbehälter Feuer gefangen. Dabei griffen die Flammen auf das Dach des Schuppens über. Im Nu muss es zu einer starken Rauchentwicklung gekommen sein, so dass das angrenzende Hauptgebäude der Firma stark verrußt wurde.

Als die Einsatzkräfte gegen 5.30 Uhr eintrafen, war das gesamte dreigeschossige Gebäude verqualmt. Dicke Rauchschwaden mussten zuvor bereits ins Freie gelangt sein. Das ist in der Nachbarschaft offenbar bemerkt worden, so dass die Feuerwehr sogleich alarmiert und Schlimmeres mit einem weiteren Ausdehnen der Flammen verhindert werden konnte.

Die galvanischen Einrichtungen in dem metallverarbeitenden Betrieb wurden von dem Brand jedenfalls nicht direkt betroffen, teilt Feuerwehr-Einsatzleiter Dirk Otys mit. Wegen der starken Rauchentwicklung sind die direkten Nachbarn in der Merscheider Hofschaft aufgefordert worden, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Gleichwohl gestaltete sich die Bekämpfung des Feuers zunächst schwierig, nicht zuletzt wegen der Hanglage: Mit Leitern musste die Feuerwehr über eine Mauer klettern; Türen und Zäune wurden mit einer Kettensäge geöffnet, um sich Zugang zu verschaffen. Bei Nachlöscharbeiten öffneten die Kräfte ein Flachdach mit Einreißhaken und Kettensägen. Zudem setzte die Feuerwehr Lüftungsgeräte ein, um den Qualm aus den verrauchten Räumen zu pressen. Das Gebäude wurde von der Stromversorgung getrennt.

Wie die Polizei mitteilt, dauern die Ermittlungen zur Brandursache und Schadenshöhe an. Mit einem Großaufgebot war die Feuerwehr im Einsatz, unter anderem mit zwei Drehleitern und Löschfahrzeugen aller drei Wachen der Berufsfeuerwehr. Diese besetzten derweil die Löscheinheiten Mangenberg, Merscheid und Wald der Freiwilligen Wehr. Im Einsatz war außerdem die Löscheinheit 2 aus Rupelrath.

Quelle: RP
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