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Solingen
Genossenschaft Eigenheim hat kaum Leerstand

Solingen. Die gemeinnützige Baugenossenschaft Eigenheim eG erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 einen Überschuss in Höhe von rund 114.000 Euro. Als Bilanzgewinn wird ein Betrag von 16.700 Euro ausgewiesen. Von daher schlägt der Vorstand der Genossenschaft vor, eine Dividende in Höhe von vier Prozent zu zahlen. Darüber können die Mitglieder am Mittwoch, 29. Juni, bei der 87. Mitgliederversammlung der Genossenschaft abstimmen. Die Versammlung findet statt ab 19 Uhr im Jugendheim der katholischen Kirchengemeinde Liebfrauen Löhdorf. 44 Häuser mit 269 Wohnungen bewirtschaftet die Genossenschaft, die Ende des vergangenen Jahres lediglich eine Leerstandsquote von 1,48 Prozent aufwies. Die Nachfrage nach Wohnraum sei gegenüber dem Jahr zuvor weiter gesteigen, heißt es im Geschäftsbericht, insbesondere energetisch sanierte Objekte seien gefragt. 2015 investierte die Genossenschaft immerhin 1,6 Millionen Euro in den Bestand ihrer Wohnungen. In dieser Summe enthalten ist ein Betrag von rund 263.000 Euro für die Instandhaltung. Energetisch saniert und mit Balkonen versehen wurden unter anderem Häuser auf der Spichernstraße. In dieser Merscheider Siedlung modernisiert die Genossenschaft bereits seit 2014 Häuser und Wohnungen. "Zunächst waren es acht, seit dem vergangenen Jahr dann noch einmal 24 Wohnungen", sagt Oliver Sloot, geschäftsführender Vorstand der Baugenossenschaft Eigenheim. Von Uwe Vetter

Die Modernisierung sei dort nun bis auf einige Restarbeiten abgeschlossen. In diesem Jahr entstanden für das Projekt dort noch einmal Kosten in Höhe von rund 300.000 Euro. Als Vorsorge für die Zukunft hat die Genossenschaft mit dem Kauf eines Baugrundstückes von der einstigen Ohligser Wohnungsbau eG getroffen. Zu diesem Grundstück an der Friedenstraße wurde jetzt noch ein städtisches Areal hinzugekauft. "Jetzt haben wir dort ein schönes Baugrundstück zusammen", sagt Oliver Sloot. Ob und wann dieses Grundstück bebaut wird, ist aber noch nicht klar, konkrete Planungen gebe es derzeit noch nicht. "Wir überlegen im nächsten Jahr, ob es sich wirtschaftlich lohnt", sagt der geschäftsführende Vorstand. Oliver Sloot sieht aber die weiter niedrigen Zinsen und den Bedarf: "Wir brauchen dringend Wohnungen", sagt das Vorstandsmitglied der Aufderhöher Eigenheim eG.

Die Genossenschaft zählte am Ende des Geschäftsjahres 2015 insgesamt 434 Mitglieder - zwei weniger, als zu Beginn des Jahres. Die durchschnittliche Miete beträgt 6,34 Euro je Quadratmeter, die Eigenkapitalquote der über 80 Jahre alten Genossenschaft liegt bei knapp 39 Prozent.

Quelle: RP
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