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Solingen
Geschäftslage der Firmen überdurchschnittlich gut

Solingen. Umfrage Industrie- und Handelskammer im Rheinland unter 3000 Betrieben mit 270.000 Beschäftigten.

Eine überdurchschnittlich gute Geschäftslage sehen die Industrie- und Handelskammern (IHK) im Rheinland bei den Unternehmen. Diesen Schluss lässt jedenfalls die Konjunkturumfrage der sieben rheinischen IHKs - darunter auch die Bergische - unter 3000 Betrieben mit etwa 270.000 Beschäftigten zu. "Auch hinsichtlich der Geschäftsentwicklung in diesem Jahr sind die Unternehmen zuversichtlich. Allerdings liegen die Erwartungen der exportorientierten Unternehmen trotz einer leichten Stimmungsaufhellung noch unter dem langjährigen Durchschnitt", erklärte Ulf Reichardt, Hauptgeschäftsführer der IHK Köln, bei der Vorlage der Umfrage-Ergebnisse.

Rund 41 Prozent der Unternehmen bezeichnen ihre Lage als gut, 48 Prozent als befriedigend und elf Prozent als schlecht. Der Geschäftslageindex, der die Differenz der positiven und negativen Einschätzungen darstellt, ist damit seit Herbst 2015 mit aktuell 30 Punkten fast gleich geblieben. Er liegt deutlich über dem langjährigen Durchschnitt von 21,5 Punkten. Gründe für die gute Lage sind die stabile Binnenkonjunktur, ein Plus an Kaufkraft durch steigende Löhne, ein stabiler Arbeitsmarkt sowie niedrige Zinsen.

Die Geschäftsentwicklung im weiteren Jahresverlauf sehen 27 Prozent der Unternehmen positiv, 14 Prozent sind pessimistisch. Im Vergleich zur Herbstumfrage bedeutet dies einen unveränderten Konjunkturklimaindex von 121 Punkten. Mit dieser positiven Stimmung ist auch die Bereitschaft zu Investitionen weiterhin gegeben. 27 Prozent der befragten Unternehmen planen höhere Investitionen, während 16 Prozent ihre Investitionen zurückfahren wollen. Besonders das Gastgewerbe, der konsumnahe Großhandel, das Ernährungsgewerbe, die Kunststoffindustrie sowie das Kredit- und Versicherungsgewerbe möchten investieren. Restriktive Pläne melden unter anderem die Metallindustrie und der Maschinenbau.

Die Beschäftigungspläne bleiben auf einem insgesamt stabilen Niveau: 22 Prozent der Unternehmen planen Neueinstellungen, vor allem die Unternehmen in der Beratung und Wirtschaftsprüfung, in der IT-Branche und der Gesundheitswirtschaft. Auch die chemische Industrie, das Ernährungsgewerbe und elektrotechnische Betriebe planen mit mehr Personal. Dagegen rechnen die Unternehmen der Metallindustrie mit einem Beschäftigungsabbau in den kommenden Monaten.

In der Industrie ist für 40 Prozent der Unternehmen die Auslandsnachfrage ein Risiko, in der Gesamtbetrachtung sehen dieses Risiko nur 22 Prozent der Betriebe. Exportorientierte Branchen wie die Elektroindustrie, die chemische Industrie, die Metallindustrie sowie der Maschinen- und Fahrzeugbau stellen die Auslandsnachfrage an die erste Stelle der Risiken für die nächsten Monate.

(uwv)
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