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Interview
Großes Kinderfest sucht weitere Helfer

Interview: Großes Kinderfest sucht weitere Helfer
FOTO: Kempner, Martin (mak)
Solingen. Nach der Rettung der beliebten Kletterlok "Schnaufi" will der Verein "Volldampf für Kinder" mit dem Vorsitzenden UIi Baersch an der Spitze weitere Projekte unterstützen. Dazu dient auch das Kinder-Benefizfest am kommenden Sonntag auf dem Engelsberger Hof.

Herr Baersch, wie oft besuchen Sie eigentlich den Engelsberger Hof?

Aus der Rettungsaktion "Rettet Schnaufi", die im November 2014 nach einer Komplettsanierung auf dem Engelsberger Hof wiedereröffnet wurde, ist der Verein "Volldampf für Kinder" hervorgegangen. FOTO: Kempner, Martin (mak)

Baersch Privat bin ich mit meinen Kindern etwa einmal pro Monat dort. In Vorbereitung des Benefiz-Festes zuletzt sogar einmal in der Woche. Wir müssen uns gründlich anschauen, an welchen Stellen wir die Attraktionen platzieren, wo etwa die Grill- und Imbissstände, die Bühne oder die Hüpfburgen stehen. Der Aufwand ist groß, schließlich müssen wir auch eine eigene Stromversorgung sicherstellen.

Sie haben einmal gesagt, von jedem Fest könne man etwas lernen. Was zum Beispiel ?

Baersch Im Laufe der Zeit baut man ein Netzwerk auf, kann zunehmend auf gewerbliche Unterstützung zugreifen. Zum Beispiel im Hinblick auf die technische Ausstattung oder das Sponsoring mit Geschirr. Man weiß irgendwann, wie viele Unterstützer man braucht.

Wie steht es aktuell mit Helfern ?

Baersch Unser Verein "Volldampf für Kinder" hat derzeit knapp 30 Mitglieder. Dazu gibt es rund 100 Helfer auf der Bühne, an den Ständen und hinter den Kulissen. Es fehlen aber noch helfende Hände beim Auf- und Abbau, Unterstützer beim Beaufsichtigen der Hüpfburgen sowie beim Kinderschminken, das unseren jungen Gästen immer sehr viel Freude macht.

Am Sonntag findet nun die dritte Auflage des Festes statt. Welches Programm erwartet die Besucher ?

Baersch Neu dazugekommen ist zum Beispiel der Drachenbau. Außerdem gibt es zusätzliche Hüpfburgen. Für unser Bühnenprogramm konnten wir unter anderem die "Gestiefelten Zwerge" und Jannik Föste gewinnen. Zahlreiche Tanzgruppen, der Polizeisportverein und die AOK beteiligen sich mit Aufführungen und Kinderaktivitäten. Abseits der Bühne wird der Bonner Aktionskünstler Zwille Zimmermann die Gäste unterhalten. Jens Stuhldreier ist mit dem Spielmobil bei uns. Kulinarisch gibt es neben Würstchen, Kuchen und Waffeln den Paella Express von La Gamba und Spießbraten der Firma Müller.

Der Erlös der ersten beiden Feste half entscheidend dabei, die gesperrte und vom Abbau bedrohte Lok "Schnaufi" zu retten und wieder bespielbar zu machen. Wohin sollen die Einnahmen diesmal fließen ?

Baersch Wir fördern Projekte von öffentlichen Interesse, die an uns herangetragen werden. Es geht in jedem Fall um frei zugängliche Angebote, etwa einen Spielplatz, der dringend neue Spielgeräte braucht. Artur Pach von der Stadt wird auf dem Fest an einem Infostand Rede und Antwort zu möglichen Projekten stehen und hat auch Pläne und Skizzen mit dabei.

Lassen Sie kurz die Entwicklung der Bürgerinitiative zum Verein Revue passieren. Was hat Sie zu Ihrem Engagement bewogen ?

Baersch Ich habe früher selbst auf dem Engelsberger Hof gespielt, heute habe ich zwei kleine Kinder. Es tat den Leuten einfach weh, dass "Schnaufi" ohne private Initiative hätte verschrottet werden müssen. Bei Facebook wurde ich auserkoren, den Vorsitz der Initiative zu übernehmen. 2014 haben wir dann entschieden, als Verein weiterzumachen. Die Arbeit ist manchmal mit Kopfzerbrechen verbunden, bereitet und aber immer wieder großen Spaß - vor allem, wenn Projekte bei den Leuten gut ankommen.

Wird sich "Volldampf für Kinder" auch auf anderen Veranstaltungen präsentieren ?

Baersch Ja. Im September werden wir wieder mit einem Stand auf dem Zöppkesmarkt vertreten sein. Bereits im Sommer wollen wir zudem an einer Präsentation der Feuerwehr-Löschgruppe Rupelrath mitwirken. Darüber hinaus haben wir ein erstes Gespräch mit Gunter Opitz vom Felix Kids Club geführt und überlegen, ob wir das Eine oder Andere gemeinsam machen können.

ALEXANDER RIEDEL FÜHRTE DAS GESPRÄCH

Quelle: RP
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