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Rückblick
Hallenbad-Abriss - das Leiden eines Schwimmers

Rückblick: Hallenbad-Abriss - das Leiden eines Schwimmers
Das alte Hallenbad Vogelsang weicht einem Neubau. FOTO: Skoe
Ich bin begeisterter Schwimmer. Als junger Bursche habe ich einst in der Schwimmabteilung von Union Ohligs gelernt, wie man sich im Wasser zurechtfindet. Später fusionierte die Union mit dem TSV Aufderhöhe - ich blieb sozusagen weiter im Wasser und erlebte in den damals noch vorhandenen Schwimmbädern an der Sauerbreystraße, dem Birkerbad, später auch dem Klingenbad, den Freibädern Tränke, Aufderhöhe, Schellbergtal und Ittertal schöne Stunden mit vielen Menschen auch aus anderen Vereinen, die ebenso wie ich dem Schwimmsport verbunden waren. Mit zunehmenden Alter wurde Schwimmen für mich ein Freizeitsport.

Das Hallenbad Vogelsang, das neben dem Sportbad Klingenhalle als einziges Hallenbad überlebt hatte, war in vielen Jahren steter Anlaufpunkt. Und mir blutete das Herz, als ich von der Schließung erfuhr, weil es abgerissen werden sollte. Ende November dieses Jahres musste ich Letzteres hautnah beim Ortstermin als Journalist miterleben: Mit der Abbruchschere greift sich der Bagger einen dicken Stützpfeiler. Ein, zwei Mal angehoben, und schon war das gut drei Meter hohe Teil aus dem Boden gehoben und wurde am Boden zerkleinert. Die Wände im Bereich des Lehrschwimmbeckens, die von den städtischen Schwimmmeistern einst liebevoll mit Dschungelbuch-Figuren gestaltet worden waren - in Nullkommanichts hatte sich der Abrissbagger diese Wände in Schutt und Asche versetzt. Sehr zu meinem großen Bedauern habe ich doch im Vogelsang viele Bahnen gezogen und stets diese Kunstwerke im Blick gehabt.

Kleiner Trost: An gleicher Stelle entsteht dort nun ein neues Hallenbad.

Quelle: RP
 
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