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Solingen
Hauptschüler bleiben am Central

Solingen. Stadtrat sprach sich - wie schon der Schulausschuss - gegen einen Umzug aus. Von Uwe Vetter

Die rund 80 Hauptschüler vom Central können die Abschlussklasse am bisherigen Standort Guntherstraße absolvieren. Der von der Verwaltung zunächst geplante Umzug der Schüler in das Gebäude der Hauptschule Höhscheid an der Krahenhöhe ist vom Tisch, nachdem gestern Abend der Stadtrat einen einstimmigen Beschluss des Schulausschusses vom 6. Juni bestätigte. Der sogenannte "Feststellungsbeschluss" wurde ebenfalls einstimmig gefasst. "Die Umsetzung des Beschlusses wird aber nur gelingen, wenn alle Beteiligten aufeinander zugehen", sagte Schuldezernentin Dagmar Becker.

Sie ließ gleichwohl keinen Zweifel daran, dass die Hauptschüler vom Central in den Räumen an der Krahenhöhe und auch mit der Lehrerversorgung besser dran gewesen wären. "Am Central ist die Hauptschule schlechter untergebracht, auf der anderen Seite fehlen der Sekundarschule dort unter anderem Differenzierungsräume - auch das muss man sehen", so Becker.

Der von der Politik gefasste Kompromiss werde aber selbstverständlich von der Verwaltung umgesetzt. "Man hätte frühzeitiger mit allen Beteiligten sprechen müssen", räumte die Schuldezernentin rückblickend ein.

Sprecher aller Fraktionen sprachen sich im Rat gegen den Umzug der auslaufenden Hauptschule Central aus und begrüßten den Verbleib der Schule für das Schuljahr 2017/18 am Standort Central. "Unter die zum Teil hitzig geführte Debatte kann jetzt ein Schlussstrich gezogen werden", sagte Torsten Stefan Küster (CDU).

Auch die Schüler der Sekundarschule hätten jetzt eine klare Perspektive. Nach Meinung der CDU könne nun wieder der Schulfrieden einkehren. "Der Kompromiss mit der Lehrerversorgung und bei den Räumlichkeiten sollte für elf Monate erträglich sein", sagte Küster. Die Versorgung mit Lehrkräften für die Hauptschule Central liegt aber in der Verantwortung der Bezirksregierung.

Die Grünen tragen den Kompromiss mit, stellten aber klar, dass er "die schlechteste Lösung für die Sekundarschule ist", so Helga Bisier. Heinz-Eugen Bertenburg (FDP) sieht die Lehrerversorgung für das letzte Schuljahr der Hauptschule Central gesichert. Linke und FBU tragen den Schulkompromiss ebenfalls mit. Auch die SPD. Fraktionsvorsitzende Iris Preuß-Buchholz erklärte, "dass es in erster Linie um die Schülerinnen und Schüler geht". Mit dem Kompromiss müsse man nun elf Monate leben. Sie betonte aber auch: "Die Voraussetzungen an der Krahenhöhe sind dennoch besser als am Central."

Quelle: RP
 
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