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Solingen
Endspurt in den Freibädern

Freibäder im Bergischen Land
Freibäder im Bergischen Land FOTO: Ralph Matzerath
Solingen. Die Freibäder ziehen eine unterschiedliche Bilanz des Sommers: Im Heidebad ist man "sehr zufrieden" mit den Besucherzahlen, im Ittertal hingegen könnte es besser sein. Beide Bäder bleiben noch geöffnet. Von Maxine Herder

Der Sommer und damit auch die Freibadsaison ist noch lange nicht vorbei - doch schon jetzt kann das Ohligser Heidebad ein positives Fazit ziehen: 31 000 Besucher kamen in den knapp drei Monaten seit der Öffnung am 23. Mai bis Mitte August in das Freibad in der Ohligser Heide. "Damit sind wir sehr zufrieden", sagt Thomas Wolthoff, Geschäftsführer der Bädergesellschaft - insbesondere, nachdem im schlechten Sommer im vergangenen Jahr nur knapp 20 000 Besucher gezählt werden konnten. "Dieses Jahr hatten wir ein paar super Tage, dann boomt die Heide. An manchen Tagen waren bis zu 3500 Gäste da," so Wolthoff weiter.

Zugleich, sagt er, hätten sie im Heidebad, dem letzten verbliebenen Freibad in städtischer Regie, zu dieser Saison jedoch auch einiges gemacht: "Der Kleinkindbereich wurde neu gestaltet, ein Matschspielplatz und Kletterlandschaften sowie Picknick-Tische für die Eltern sind neu." Sechs aufblasbare Jet-Skis kämen bei den Besuchern so gut an, dass regelmäßig nach ihnen gefragt werde und auch die große Laufmatte im Schwimmerbecken erfreue sich großer Beliebtheit. "Durch diese Neuerungen hat sich unser Einzugsgebiet verändert: Der Umkreis, aus dem die Menschen zu uns kommen, ist definitiv größer geworden."

Erfrischende Duschen sind in den kommenden Tagen bei wieder wärmeren Temperaturen in den beiden Solinger Freibädern weiter möglich. FOTO: Stephan Köhlen

Der Geschäftsführer der Bädergesellschaft hofft nun, dass auch die kommenden Wochen noch ein paar schöne Tage für alle Freibadfreunde bieten: "Wir planen vorläufig, bis Ende dieses Monats geöffnet zu haben. Dann gucken wir, wie das Wetter sich entwickelt und entscheiden kurzfristig, ob das Freibad zunächst geöffnet bleibt", so Wolthoff weiter. Gerade die so reizvolle Lage mitten in der Heide sei später im Jahr problematisch: "Wenn die Sonne schon niedriger steht, ist es hier in der Heide schwierig, die Temperaturen aufrecht zu erhalten." Das Heidebad ist täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet.

Auch wenige Kilometer weiter, im Freibad Ittertal, hoffen Betreiber und Mitarbeiter auf einen sonnigen September - vor allem, nachdem die Badesaison bisher eher durchwachsen war. "Wir hatten bis jetzt 25 000 Besucher, das ist weder richtig viel, noch richtig wenig", sagt Thomas Czeckay, Ressortleiter der Freizeitbetriebe der Neuen Arbeit Ittertal. Im Jahr zuvor waren es rund 21 000 Badegäste.

Zwar habe es in diesem Sommer ein paar sehr heiße Tage gegeben, doch für höhere Besucherzahlen brauche es Phasen von zwei oder drei Wochen konstant gutem Wetter. "Wenn die Leute sich keinen Kopf machen müssen, ob das Wetter denn nun für das Freibad geeignet ist, dann kommen sie auch", weiß Czeckay. Noch bis zum 6. September haben Freibad-Fans die Chance, bei hoffentlich sommerlichen Temperaturen ins Ittertal zu kommen. "Danach", sagt Thomas Czeckay, "entscheiden wir in Abhängigkeit vom Wetter kurzfristig, ob wir weiter öffnen." Seit dieser Woche ist das Freibad montags bis freitags von 12 bis 19 Uhr geöffnet und am Wochenende von 10 bis 19 Uhr. Der Rest der Freizeitanlage, wie der Grillplatz und die Beachvolleyball- und Beachhandballfelder, bleiben täglich bis 22 Uhr geöffnet.

"Sie können auch noch genutzt werden, wenn das Freibad geschlossen ist", betont Bernd Reinzhagen, Vorsitzender des Fördervereins Ittertal. Natürlich, sagt auch er, hofften sie noch auf ein paar schöne Wochen: "Für uns war das ein durchschnittlicher Sommer mit durchschnittlichen Zahlen. 10 000 oder 20 000 Besucher mehr wären zwar besser gewesen, doch wir werden auch so über die Monate und den Winter kommen. Wir können dann einfach nicht so große Rücklagen bilden." Vor Saisonbeginn waren im Freibad einige kleine Reparaturarbeiten durchgeführt worden. "Ansonsten gab es bei uns jedoch keine Neuerungen. Wir sind froh, wenn wir jedes Jahr das Vorhandene wieder anbieten können. Es ist immer eine enge Geschichte", so Thomas Czeckay.

Quelle: RP
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