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Solingen
Jubiläumsfeier nach Hochwassereinsatz

Solingen: Jubiläumsfeier nach Hochwassereinsatz
125 Jahre Löscheinheit Mangenberg (v.l.n.r.): Feuerwehr-Chef Dr. Ottmar Müller, Oberbürgermeister Tim Kurzbach, Alexander Meifert (stellvertretender Wachleiter) und Marc Becker (Wachleiter), alle mit der Figur des Heiligen Florian, dem Schutzpatron der Feuerwehr. FOTO: Stephan Köhlen
Solingen. Die Löscheinheit 3 der Freiwilligen Feuerwehr feierte am Wochenende auf ihrem Gelände am Mangenberg ihr 125-jähriges Bestehen mit Live-Musik und einem bunten Familienprogramm. Von Alexander Riedel

Vor der großen Feier glänzten die ehrenamtlichen Brandschützer und Notfallhelfer erst einmal in ihrer Kernkompetenz: Am frühen Donnerstagmorgen rückten insgesamt elf Einsatzkräfte der Löscheinheit 3 gemeinsam mit anderen Feuerwehrleuten aus dem Bergischen Städtedreieck aus, um die Kollegen im Kreis Wesel im Kampf gegen die Überschwemmungen zu unterstützen. 24 Stunden später wartete zuhause die Belohnung: "Als wir am Freitag zurückkamen, war hier schon alles aufgebaut", freute sich Alexander Meifert, stellvertretender Löscheinheitsführer am Mangenberg.

Über 50 Helfer, darunter viele Freunde und Verwandte der Feuerwehrleute, hatten Stände und Pavillons aufgebaut, standen am Grill oder schenkten Getränke aus: Von Freitag bis Sonntag feierte die Löscheinheit 3 ihr 125-jähriges Jubiläum - und kann naturgemäß auf eine bewegte Geschichte zurückblicken - mit Standortwechseln, ihrer zwischenzeitlichen Auflösung, spektakulären Einsätzen und der technischen Weiterentwicklung. Die ersten Löschgruppenführer ab 1891 waren Emil Steineshoff und August Weck gewesen. Zu ihrer Erstausstattung hatten damals eine Hand-, eine Saug- und eine Druckspritze gehört. Ein Meilenstein der jüngeren Vergangenheit etwa war die Einweihung des neuen Gerätehauses am Mangenberg im Jahr 2014, das seinen maroden Vorgänger ersetzte.

Dort tummelten sich am Wochenende zahlreiche Besucher - sei es am Freitagabend, als DJ Marcel Hits aus den 80er und 90er Jahren auflegte, oder am Samstag, als die beliebte Solinger Coverband "See you" die Stimmung anheizte. "Da war es bei uns rappelvoll", verriet Alexander Meifert. An allen drei Tagen kamen auch Familien mit Kindern auf ihre Kosten: Neben Bullridung, einer Hüpfburg, Kinderschminken, einer Feuerwehr-Wurfwand und Vorführungen mit dem Brandschutzmobil konnten die Gäste natürlich auch die Perspektive der Einsatzkräfte einnehmen - und auf dem Fahrersitz der großen roten Autos Platz nehmen. "Du kannst ja einfach mal alle Knöpfe drücken", rief Caroline Drees fröhlich ihrer Tochter Emilie (3) zu, während es sich das kleine Mädchen hinter dem Lenkrad des Löschgruppenfahrzeugs aus dem Jahr 2012 gemütlich gemacht hatte. "Sie wollte unbedingt in die Autos rein", erzählte Vater Rafael Drees und gab zu: "Die Chance habe ich dann gleich für mich mit genutzt."

Fasziniert von der Technik der Wagen ließen sich die Gäste vom ehemaligen Löscheinheitsführer Hans-Joachim Krapp sämtliche ihrer Funktionen erklären. Krapp war im Jahr 2014 nach 25 Jahren im Amt feierlich verabschiedet worden. Sein Nachfolger Marc Becker resümierte am Sonntagnachmittag: "Alles, was wir uns für das Jubiläum vorgenommen hatten, hat super funktioniert."

Quelle: RP
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