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Solingen
Keine Bedenken gegen Zebrastreifen

Solingen: Keine Bedenken gegen Zebrastreifen
Vor dem alten Postgebäude an der Ecke Kölner Straße/Birkerstraße soll eine Mittelinsel nebst Zebrastreifen den Fußgängern größtmögliche Sicherheit beim Überqueren der Straße bieten. Die dortige Ampelanlage ist defekt und soll abgebaut werden. FOTO: martin Kempner (Archiv)
Solingen. Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt, Klimaschutz und Mobilität entscheidet am 28. November. Von Uwe Vetter

Ob der Stadtbezirk Mitte im Kreuzungsbereich Kölner Straße/Birkerstraße seinen ersten Zebrastreifen bekommt oder aber nicht, das entscheidet der Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt, Klimaschutz und Mobilität in der Sitzung am 28. November. "Hier wird es eine Entscheidung geben", kündigt Bernd Krebs (CDU) an.

Der Vorsitzende des Ausschusses ist persönlich für den Zebrastreifen plus einer geplanten Mittelinsel, "damit Fußgänger dort absoluten Vorrang" haben. "Es muss ein vernünftiges Konzept für den Fußgänger gefunden werden", sagt Bernd Krebs mit Blick auf die dortige defekte Ampelanlage.

Die soll, sofern für den Bereich Kölner Straße/Birkerstraße eine Lösung gefunden wird, nämlich abgebaut werden. Eine Reparatur sei nicht möglich, nur eine Kompletterneuerung der Ampelanlage könnte Abhilfe schaffen. Doch das will aus Kostengründen keiner.

Nachdem die Bezirksvertretung Mitte sich für eine Querungshilfe samt Zebrastreifen mit großer Mehrheit ausgesprochen hatte, vertagte der Planungsausschuss indes auf Wunsch der CDU am 7. November eine Entscheidung. Der verkehrspolitische Sprecher der CDU, Waldemar Gluch, wollte unter anderem wissen, ob denn in einer Tempo-30-Zone überhaupt ein Zebrastreifen angelegt werden dürfe.

In der Regel, so die Leiterin des Stadtdienstes Planung, Mobilität und Denkmalpflege, sei ein Fußgängerüberweg beziehungsweise Zebrastreifen in der Tempo-30-Zone entbehrlich. "Das heißt aber nicht, dass dort keiner angelegt werden kann", so Julia Gottlieb. Mit Blick auf den besagten Kreuzungsbereich Kölner Straße/Birkerstraße und das hohe Verkehrsaufkommen ergänzt sie: "Zebrastreifen und Mittelinsel können hier zusammen vertreten werden."

Nur eine Mittelinsel allein würde zwar auch gehen, aufgrund der Fahrbahnbreite von 8,50 Meter und mehr wäre nur ein Zebrastreifen aber nicht zulässig. Für Bezirksvertreter Hansjörg Schweikhart (CDU) macht es aber Sinn, dass die Fußgänger dort "Vorfahrt" haben. Er hat sich in der Sitzung der Bezirksvertretung Mitte für Zebrastreifen und Mittelinsel ausgesprochen: "Viele Fußgänger gehen zum Arzt in die Kölner Höfe, von daher tragen wir den Zebrastreifen dort mit", sagt Schweikhart. Für ihn haben zudem zusätzliche Parkplätze vor dem alten Postgebäude Priorität.

Bezirksbürgermeister Richard Schmidt (SPD) ist ohnehin sauer, warum der Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt, Klimaschutz und Mobilität den Wunsch der Bezirksvertretung auf Eis gelegt hat. "Ich kann das nicht nachvollziehen, ich werde das Gespräch mit dem Ausschuss-Vorsitzenden Bernd Krebs suchen", sagt Richard Schmidt.

SPD, Linke und Grüne sowie Ulrich Hohn (FBU) unterstützten im Planungsausschuss bereits die Empfehlung der Bezirksvertretung Mitte. "Ein Zebrastreifen ist das sicherste Element, die Straße zu queren", so Annette Müller (Grüne) mit Blick auch auf viele ältere Menschen, die zu Ärzten in die Kölner Höfe gehen.

Quelle: RP
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