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Solingen
Klinikum-Experten informieren über Krebs

Solingen. Beim Informationstag zur Onkologie am 13. April beleuchten Vorträge Behandlungsmöglichkeiten. Von Benjamin Dresen

500.000 Menschen erhalten jedes Jahr in Deutschland die Diagnose Krebs. Die Prognose: Durch die Alterung der Bevölkerung wird die Zahl weiter anwachsen. Das Städtische Klinikum gibt am 13. April beim dritten Informationstag zum Thema Krebs einen Überblick über aktuelle Entwicklungen bei der Behandlung verschiedener Krankheitsbilder.

In kurzen Vorträgen von etwa 15 Minuten werden dazu Ärzte aus den verschiedenen Kliniken des Hauses sprechen. Im Zentrum stehen diesmal die am häufigsten auftretenden Krebserkrankungen Darmkrebs, Brustkrebs und Prostatakrebs. Durch das Programm führt Prof. Dr. Boris Pfaffenbach, Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie, Onkologie und Allgemeine Innere Medizin.

In den Vorträgen geht es verstärkt um neue Behandlungsmöglichkeiten. "Im Bereich Brustkrebs hat sich sehr viel getan in den letzten Jahren", sagt Prof. Pfaffenbach. Darüber spricht Dr. Sebastian Hentsch, Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Über die Möglichkeiten und Grenzen der Laparoskopie im Bauchraum, also der Operation durch das "Schlüsselloch", referiert Prof. Dr. Martin Kruschewski, Chefarzt an der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie.

Ein Zukunftsthema ist die personalisierte Krebstherapie. "Bei einigen Tumorarten geht die Entwicklung zur maßgeschneiderten Therapie", erklärt Prof. Pfaffenbach. Dies ist vor allem bei Darm- und Brustkrebs der Fall. Hierbei kombinieren die Ärzte je nach Beschaffenheit des Tumors die Chemotherapie mit der Behandlung durch Antikörper. Darüber berichtet Jutta Hullerum, Ärztin an der Klinik für Gastroenterologie, Onkologie und Allgemeine Innere Medizin.

Oberärztin Dr. Mechthild Langer, spricht über den Nutzen eines Darmzentrums wie dem am Klinikum. "Die Qualität der Behandlung wird besser, denn das Hauptaugenmerk liegt auf diesem Krankheitsbild", so Prof. Pfaffenbach. Dazu tragen auch strenge Auflagen zur Zertifizierung durch die Internationale Organisation für Normung und die Deutsche Krebsgesellschaft bei. Letztere verlangt auch eine psychologische Betreuung eines Tumorerkrankten.

Über psychologische Fragen geht es im Vortrag des Psychoonkologen Dr. Thomas Hummelsheim vom Psychosozialen Trägerverein Solingen. Denn neben der Bekämpfung des Tumors kann die seelische Unterstützung eine große Rolle spielen. So wird im Darmzentrum des Klinikums für jeden Patienten ermittelt, ob er eine solche Beratung benötigt. Bei der Psychoonkologie sind auch die Angehörigen mit einbezogen: "Diese sind mindestens so stark betroffen wie die Patienten selbst", sagt Prof. Pfaffenbach.

Quelle: RP
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