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Solingen
Klinikum will Engpässe bei Bettenbelegung verhindern

Solingen. Nachdem es im Sommer im Städtischen Klinikum zu einigen Schwierigkeiten bei der Bereitstellung von Krankenbetten gekommen ist, steuern die Verantwortlichen des größten Solinger Krankenhauses nun gegen. Das hat gestern der Aufsichtsratsvorsitzende des Klinikums, Dr. Hans-Joachim Müller-Stöver, im Gespräch mit unserer Redaktion bestätigt.

Dabei schwebt dem Krankenhaus eine Doppelstrategie vor. Zum einen ist geplant, während der großen Ferien 2017 nicht noch einmal eine ganze Wahlleistungsstation, also eine Abteilung mit Ein- und Zweibettzimmern, zu schließen, in die Privatpatienten sowie Patienten mit einer privaten Zusatzversicherung aufgenommen werden. Zum zweiten soll aber auch das Zentrale Bettenmanagement verbessert werden. So wird die Aufnahme von Privatpatienten nicht mehr über die Stations-Sekretariate im Klinikum geregelt, sondern zentral gesteuert.

Gleichzeitig plant das Krankenhaus für die Zukunft. Im nächsten Jahr beginnen Umbauarbeiten, durch die mehr Platz für privat Versicherte geschaffen wird, die dem Klinikum die dringend notwendigen Einnahmen bringen. Indes sieht Müller-Stöver das Krankenhaus auf einem guten Weg. Er rechne 2017 mit einer "Schwarzen Null", sagte der Aufsichtsratschef am Dienstag.

Derweil nähert sich auch eine Personalfrage der Entscheidung. Nächsten Montag befindet der städtische Beteiligungsausschuss über die dauerhafte Besetzung des Geschäftsführerpostens. Nach Ende der Bewerbungsfrist gab der Ältestenrat des Stadtrats dem Klinikum-Aufsichtsrat inzwischen eine Empfehlung ab. Als Favoritin gilt die bisherige kommissarische Klinikum-Chefin Barbara Matthies. Sie ist allerdings bei einigen leitenden Mitarbeitern aus dem medizinischen Bereich umstritten.

(or)
 
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