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Solingen
Neue Startblöcke für das Klingenbad

Solingen: Neue Startblöcke für das Klingenbad
FOTO: Tinter, Anja (TA01)
Solingen. Vor der Modernisierung muss jedoch geklärt werden, ob das Becken auch mit neuen Startmatten 50 Meter lang bleibt. Von Guido Radtke

Bereits kurz nach der Eröffnung des Klingenbades im Jahr 1973 kursierte in Solingen das Gerücht, das Schwimmbecken sei keine 50 Meter lang. "Das ist Unsinn", sagt Thomas Fuhlbrügge, Abteilungsleiter des TSV Aufderhöhe. "Ein jüngst erzielter deutscher Rekord im Behindertensport wäre wohl kaum anerkannt worden, wenn nicht die Statuten des Deutschen Schwimmverbandes erfüllt wären."

Das Gerücht jedoch bleibt trotzdem bestehen, weil ein zertifizierter Nachweis der exakten Länge des Beckens in der 43-jährigen Geschichte des Klingenbades nicht erstellt worden ist. Dieser allerdings wird nun dringend benötigt, da die Sportstätte mit neuen Startblöcken und einer Zeitmessanlage ausgestattet werden soll. "Es wäre fatal, wenn wir nach der Modernisierung unter die 50 Meter kommen würden und dann kein anerkanntes Becken für Wettkämpfe mehr hätten", gab Thomas Fuhlbrügge vor den Mitgliedern des Sportausschusses zu bedenken.

Die Solinger Schwimmvereine waren an die Politik und die Verwaltung herangetreten mit der Bitte, das Klingenbad entsprechend der bestehenden Vorgaben des Deutschen Schwimmverbandes (DSV) zu erneuern. "Wir bekommen von auswärtigen Vereinen immer wieder zu hören, dass sie Solingen meiden und parallel stattfindende Wettkämpfe in anderen Städten vorziehen, weil bei uns die Rahmenbedingungen für Leistungssport nicht stimmen." Thomas Fuhlbrügge nennt als Beispiel die fehlenden Direktstart-Funktion auf den Startblöcken oder im Wasser. Zudem müssten sich Solinger Leistungsschwimmer bei überregionalen Wettbewerben immer erst auf die modernen Techniken einstellen.

Der Sportausschuss ist der Bitte von Ohligser TV, SV Süd, SC Solingen und TSV Aufderhöhe gefolgt und hat der Investition aus der Sportpauschale von 61.240 Euro für die Erneuerung der 16 Startblöcke, der Zeitmessanlage inklusive Anzeigetafel sowie der Anschaffung mobiler Uhren für Wasserball Grünes Licht gegeben - vorbehaltlich der Eignung für Wettkämpfe laut DSV-Status. "Es wäre ein Schilda-Streich, wenn alles installiert ist, dann aber keine Zulassung erfolgt", sprach Frank Schütz (CDU) stellvertretend die Bedenken der Sportpolitiker aus.

Für kommenden Dienstag, 17. Mai, ist die Vermessung angesetzt. "Wir haben bewusst den Ferientag gewählt, weil das Klingenbad an diesem Tag geschlossen und damit die notwendige ruhige Wasserfläche garantiert ist", erklärt Thomas Wolthoff, Geschäftsführer der Bädergesellschaft. Nach 43 Jahren wird sich zeigen, ob das 50 Meter-Becken immer schon wettkampf-tauglich war und es nach der Modernisierung auch bleiben wird.

Quelle: RP
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