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Solingen
Neustart nach schwierigen Zeiten

Solingen: Neustart nach schwierigen Zeiten
Sie vertreten den Walder Bürgerverein (von links): Peter Trossert, Wolfgang Müller, Dr. Hans-Joachim Müller-Stöver, Gerd Rapp, Alexander Linder, Hans Mewes. FOTO: mak
Solingen. Bürgerverein Wald und Bürger- und Schützengilde schließen sich zusammen. Walder Kotten soll Vereinslokal werden. Von Maxine Herder

Es ist ein Neustart für die ehemalige Schützen- und Bürgergilde Wald 1861: Nach dem einstimmigen Beschluss auf der Mitgliederversammlung Anfang Juli sind die Schützen- und Bürgergilde und der Bürgerverein Wald jetzt zum Walder Bürgerverein 1861 zusammengeführt worden. Der Neustart ist dabei zugleich der Abschluss mit einem düsteren Kapitel der langen Geschichte der Schützen- und Bürgergilde: Durch die Veruntreuung von Geldern durch den ehemaligen Schatzmeister war der Verein nicht nur in eine finanzielle Schieflage geraten, sondern hatte auch etliche Mitglieder verloren.

"Die Neu-Formierung des Vereins soll sowohl personell als auch vom Namen her ein Neuanfang sein", sagt Alexander Linder, der dem Verein erst vor wenigen Monaten beigetreten ist und im neuen Vorstand den Posten des Vorsitzenden einnimmt. Dabei ist der noch junge Verein, in dessen Vorstand ganz bewusst neue und alte Mitglieder zusammenkommen, gleich mit Volldampf - und sehr viel positiver Resonanz - gestartet: Als erste Veranstaltungen in diesem Jahr hat der Verein die Stadtpark-Konzerte initiiert, zu denen an den vergangenen beiden Sonntagen jeweils über 100 Zuhörer kamen und die noch bis zum 23. August fortgesetzt werden. "Wir haben uns zum Ziel gesetzt, etwas für den Stadttteil und seine Bürger zu tun", sagt Vorsitzender Linder.

Neben den Parkkonzerten stehen in diesem Jahr ein großes Bürgerfest im Stadtpark (4. September), die Beteiligung an "Wald leuchtet" mit einem Stand vor der Geschäftsstelle an der Stresemannstraße, an dem es "Erpelschlot un Wüorschker" geben wird (26. September), Schlachtfest (18. Oktober), die Beteiligung am Walder Nachtwächterrundgang (24. Oktober), das Aufstellen und Schmücken des Weihnachtsbaums im Rundling mit Kindern aus Walder Kindergärten und ein eigener Stand auf dem Walder Weihnachtsmarkt auf dem Programm.

Dabei sollen Veranstaltungen bei Weitem nicht der einzige Daseinszweck des Vereins sein: "Es geht darum, auch ein bisschen mit an der Zukunftsperspektive des Stadtteils zu arbeiten", sagt Vereinsmitglied Dr. Hans-Joachim Müller-Stöver. Unter anderem wollen sich die Aktiven auch mit der Attraktivierung des Stadtbildes und mit dem Thema Leerstände befassen sowie den Walder Stadtpark stärker ins Bewusstsein der Walder rücken.

Und auch ein anderes Walder Kleinod soll künftig in neuem Glanz erstrahlen: Der Verein möchte den denkmalgeschützten Walder Kotten als Vereinslokal sowie für kulturelle Veranstaltungen nutzbar machen, mit ersten Handwerksarbeiten haben die Mitglieder bereits begonnen. "Wir werden hier viel Arbeit und Geld reinstecken, doch wenn Leben in den Kotten kommt, tut das ja auch dem Erhalt gut", sagt Dr. Gerd Rapp, stellvertretender Vorsitzender des Vereins. Sie hofften auf eine Fertigstellung im kommenden Jahr. "Es ist wichtig für uns und für die Walder, dass wir hier eine Funktion hinein bekommen, die Sinn macht für den Verein und den Stadtteil", sagt auch Schatzmeister Wolfgang Müller.

Für seine Arbeit bittet der Verein um Spenden - und freut sich über die bisherige große Resonanz. "Man hört von vielen Leuten, dass sie uns wohlwollend gegenüber stehen und sich freuen, dass wir nun mit vereinten Kräften anpacken wollen", so Hans Mewes vom Verein.

Quelle: RP
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