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Solingen
Nordstadt freut sich über Umgestaltung

Solingen: Nordstadt freut sich über Umgestaltung
Auch die Mädchen und Jungen der Kita Vorspel sind, wie hier schon 2011, wieder dabei und treten beim Nordstadtfest auf er Bühne vor dem Rathaus auf. FOTO: Kempner (Archiv)
Solingen. Beim Nordstadfest am 6. Juni begegnen sich die Kulturen rund um die neu gestaltete Konrad-Adenauer-Straße. Von Annemarie Kister-Preuss

Als Ralf Kohns von Expert Schultes den Wetterbericht für Samstag sah, entschloss er sich spontan, einen Eiswagen zu bestellen. Der kann auf den neu eingerichteten Parkbuchten vor seinem Elektronik-Fachhandel an der Konrad-Adenauer-Straße parken, denn die Erneuerung der Hauptverkehrsachse ist zwei Monate vor dem Termin fertig geworden. So feiern die Einzelhändler beim Nordstadtfest in diesem Jahr auch die Umgestaltung, die ihnen hoffentlich wieder mehr Kunden bringen wird. "Wir freuen uns riesig über die Fertigstellung, denn hinter uns liegen eineinhalb harte Jahre", sagte Ralf Kohns gestern bei der Vorstellung des Programms für das Nordstadtfest im Stadtteilbüro an der Kuller Straße. Auch Dirk Mähler vom Fitnessstudio Temming-Mähler ist froh: "Unsere Kunden registrieren so langsam die Veränderung zum Positiven."

So hat "Nordstadt (er)leben" nicht nur angesichts der guten Wetterprognose Potenzial zum Freudenfest. Im Vordergrund steht natürlich wieder die Begegnung der Nationen. Tim Kurzbach, Geschäftsführer der Awo Arbeit und Qualifikation, rief in Erinnerung: "In der Nordstadt leben rund 4700 Menschen aus 30 verschiedenen Nationen; 26,7 Prozent haben keinen deutschen Pass, das sind doppelt so viele wie in anderen Stadtteilen, da ist es wichtig, dass weiter investiert und die Nachbarschaft gestärkt wird." "Es ist schon vieles geschafft, aber vieles steht noch an in der Nordstadt", sagte Stadtdirektor Hartmut Hoferichter, "es braucht viele Aktivitäten, um der Nordstadt zu helfen".

Eine davon ist das 9. Nordstadtfest am 6. Juni von 11 bis 18 Uhr rund ums Rathaus und in der Konrad-Adenauer- und Augustastraße. Teilnehmer zu finden, so Quartiersmanagerin Yvonne Johannsen, war nicht schwer. Dabei sind Kindertagesstätten und Sportvereine, Kulturschaffende, Elternvereine, DRK, Blaues Kreuz und viele mehr. Künstler Stefan Seeger zeigt die mit jungen Flüchtlingen und Solinger Jugendlichen entwickelten Kunstköpfe, die afrikanische Band Thiosan tritt vor dem Rathaus auf. Wer sich informieren will, wie es mit dem Umbau der Konrad-Adenauer-Straße weiter geht, kann dies am Stand der Stadtentwicklung tun, die Taschengeldbörse präsentiert sich ebenso wie das neue Nordstadt-Probenhaus Crosscult.

Bemerkenswert findet es Professor Dr. Jörg Becker, der den Anwohnerflohmarkt auf der Augustastraße und das Bobbycarrennen organisiert, dass es beim Nordstadtfest gelingt, die unterschiedlichsten Menschen zusammen zu bringen, zum Beispiel drei türkische Gruppen, die sich in ihrer Heimat "spinnefeind" sind.

20 Vereine, Schulen und Gruppen beteiligen sich an Mitmachaktionen, bieten Kulinarisches an oder leisten ihren Beitrag zum Bühnenprogramm, durch das Luisa Skrabic und Milena Feith führen.

Wer mit dem Oldtimerbus aus dem Jahr 1959 durch die Nordstadt fahren will, hat dazu zwischen 11 und 14.30 Uhr alle halbe Stunde die Gelegenheit.

Programm auch im Internet:

www.nordstadt-solingen.de

Quelle: RP
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