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Solingen
Ohligser Jongens unterstützen Frauenhaus

Solingen: Ohligser Jongens unterstützen Frauenhaus
2500 Euro spendeten die Ohligser Jongens an den Verein Frauenhaus. Bei der Übergabe anwesend waren (v.l.): Susanna Mangrig-Blank, Filip Skrabic, Martina Zsack-Möllmann, Joachim Junker, Jacqueline Kunz und Michael Morsbach. FOTO: mak
Solingen. Der Erlös aus einem Benefiz-Konzert im vergangenen Dezember kommt einer Frauen-Wohngruppe zugute. Von Alexander Riedel

Für einige Teilnehmerinnen wird die Reise der erste Urlaub ihres Lebens sein: Voraussichtlich im Spätsommer geht es für eine bis zu zehnköpfige Gruppe aus einem Wohnprojekt unter dem Dach des Solinger Frauenhauses auf die Nordseeinsel Ameland. "Wir sind immer auf der Suche nach Sponsoren für unsere Aktivitäten", sagt Frauenhaus-Geschäftsführerin Martina Zsack-Möllmann.

Umso mehr habe sie sich über die Spende gefreut, die ihre Einrichtung in dieser Woche erhielt: 2500 Euro gaben Mitglieder des Vereins Ohligser Jongens zugunsten der Reise in der Wohngruppe an der Uferstraße ab. "Sie sind im vergangenen Jahr auf uns zugekommen und haben gefragt, an welchen Stellen es finanziellen Bedarf gibt", berichtet Zsack-Möllmann. Den ursprünglich eingeplanten Betrag von 1500 Euro stockten die Ohligser Jongens auf.

Das Geld ist der Erlös aus einem Benefiz-Konzert, das der Verein in der Adventszeit organisiert hatte: In der Ohligser Festhalle waren am 4. Dezember des vergangenen Jahres die Beatles-Coverband "Rubber Soul" und die "Stones Tribute Band" aufgetreten und hatten damit die große musikalische Rivalität der 60er Jahre wiederaufleben lassen. Rund 600 Zuhörer mehrerer Generationen - darunter auch ganze Belegschaften von Firmen im Rahmen ihrer Weihnachtsfeiern - sangen und tanzten für den guten Zweck mit. Die Ohligser Jongens setzen sich unter anderem für soziale Projekte und Kulturveranstaltungen sowie die städtebauliche Aufwertung des Stadtteils ein. Das Solinger Frauenhaus kümmert sich nicht nur um Opfer häuslicher Gewalt, sondern auch um Frauen mit Behinderungen und Wohnungslose. "Wir wollten ein zweites Angebot schaffen", erklärt Martina Zsack-Möllmann.

Das Wohnprojekt EWFra ist dabei eine 100-prozentige Tochtergesellschaft des Frauenhauses. In der ehemaligen Aufderhöher Obdachlosenunterkunft an der Uferstraße entstanden nach der Kernsanierung des Hauses 17 Wohnungen und Appartements. Sieben weitere Wohnungen betreibt die soziale Einrichtung zudem an der Weyerstraße.

Wie viele Frauen letztlich mit in die Ferienunterkunft auf der niederländischen Insel reisen, steht noch nicht fest. "Da sind wir recht flexibel", sagt Zsack-Möllmann. "Jongens"-Mitglied Michael Morsbach bekräftigt derweil: "Wir wollen dazu beitragen, dass die Frauen durch ihre Reise negative Gedanken abstreifen und schöne Erinnerungen mit nach Hause nehmen können."

Quelle: RP
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