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Solingen
Stiefvater gab 25 bis 30 Vergewaltigungen zu

Solingen. Wegen schweren sexuellen Missbrauchs muss sich seit Dienstag ein 47-Jähriger Solinger vor der Großen Jugendkammer des Landgerichts Wuppertal verantworten. Ihm wird vorgeworfen, seine Stieftochter und eine gleichaltrige Freundin in 46 Fällen sexuell missbraucht zu haben.

In vielen der angeklagten Fällen, die offenbar nur die Spitze eines Eisbergs sind, hat der Mann die Mädchen - in den meisten Fällen die Stieftochter - mit Schlägen ins Gesicht gefügig gemacht. Der Mann gibt die Taten zu und räumt auch ein, das es in den Zeitraum, der sich über insgesamt zehn Jahre erstreckte, sicher noch zu weiteren Vergewaltigungen gekommen sei.

Durch sein Geständnis erspart der arbeitslose Angeklagte, der bis zum vergangenen Jahr in seinem Beruf als Teilzurichter gearbeitet hatte, den Mädchen die schmerzliche Aussage vor Gericht. Er kann dadurch mit einer um rund ein Drittel reduzierten Strafe rechnen, wie ihn der Vorsitzende Richter am Dienstag wissen ließ und ihm aber auch unmissverständlich klar machte, dass auf seine Taten ohne ein Geständnis im Falle eines Schuldspruchs eine Freiheitsstrafe im zweistelligen Jahresbereich zu erwarten sei.

Der Prozess wird am kommenden Montag fortgesetzt.

Quelle: RP
 
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