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Solingen
TÜV-Prüfstelle in neuem Glanz

Solingen. Ein gutes Jahr hat der Umbau gedauert - doch nun sind die Bedingungen für Prüfer und Kunden an der Schorberger Straße besser als je zuvor. Von Thomas Rademacher

In Container mussten Jörg Fabian und Alexander Koch umziehen, um den Betrieb an der TÜV-Prüfstelle aufrecht zu erhalten, während das Hauptgebäude umgebaut, modernisiert und kernsaniert wurde. Eine nervenaufreibende Situation für die beiden Prüfer. "Und für die Kunden ebenfalls", wie sich Prüfstellenleiter Fabian erinnert.

Zeitweise hat es so chaotisch ausgesehen, dass "viele dachten, wir seien nicht mehr präsent", ergänzt Regionalleiter Ralf Hilgers. Sogar ein Banner musste extra aufgehängt werden, damit Kunden über die geöffnete Prüfstelle informiert sind. Die anstrengende Zeit ist inzwischen vorbei. Seit einigen Wochen erstrahlt die Prüfstelle an der Schorberger Straße in neuem Glanz.

Drei Mal war die Einrichtung in der Vergangenheit bereits modernisiert worden. "Aber jetzt ist es grundlegend", sagt Hilgers. 600.000 Euro hat der TÜV Rheinland investiert, um die Anlage auf den neuesten Stand zu bringen. "Es ist ein Bekenntnis zum Standort Solingen", erläutert Hilgers. Denn ganz selbstverständlich war es nicht, die Prüfstelle zu erhalten. "Wir müssen natürlich kalkulieren, weil wir seit vielen Jahren nicht mehr der einzige Anbieter im Bereich der Fahrzeugüberwachung sind." Doch die Organisation entschied sich für die Klingenstadt, weil "die Stammkundschaft hier groß und der Standort dadurch wichtig und rentabel ist".

Genau diese Stammkunden sind jetzt auch begeistert von dem abgeschlossenen Umbau. Denn nicht nur das Ambiente ist viel angenehmer, der Kundenbereich ist auch praktikabler. So ist der Prüfbereich nun von den Warteplätzen aus sicherer Distanz einzusehen - und es ist zudem problemlos möglich, gleich mit auf die Prüfbahn zu kommen. "Das haben wir immer schon erlaubt, aber die Wege sind jetzt viel einfacher", meint Fabian. "Das Schöne ist, dass wir die Prüfstelle so konstruieren konnten, wie wir uns das gewünscht hatten. Wir haben mit dem Architekten zusammengesessen, um den Ablauf möglichst optimal zu planen."

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Auf der Prüfbahn gibt es einen zusätzlichen Arbeitsplatz, und die zuvor in einem anderen Gebäude durchgeführte Abgasuntersuchung ist ebenfalls in das Gebäude integriert worden. Eine der größten Veränderungen ist die Aufnahme des Fahrerlaubnisbereiches in das Hauptgebäude. Die theoretischen Prüfungen hatten zuvor in einem ungemütlichen Container durchgeführt werden müssen. "Jetzt sind die Führerscheinanwärter im Gebäude und haben die Gelegenheit, uns kennenzulernen", sagt Hilgers. Der Werbeeffekt ist groß, denn im Fahrerlaubnisbereich besitzt der TÜV weiterhin das Monopol. "Gottseidank", findet der Regionalleiter.

Langsam spricht sich herum, dass sich die Situation an der Prüfstelle zum Positiven gewendet hat. Dazu hat auch der vor zwei Wochen zum siebten Mal veranstaltete Bulli- und Käfertag beigetragen. "Wir bekommen nur positive Rückmeldungen über das neue Erscheinungsbild", beschreibt Fabian.

Der 51-Jährige ist froh, dass die Umbauphase vorbei ist. "Das war wirklich für alle sehr belastend." An eine vorübergehende Stilllegung des Betriebes war aber freilich nicht zu denken. "Das konnten wir uns nicht erlauben", stellt Ralf Hilgers klar.

Quelle: RP
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