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Solingen
Umbau Hallenbad Vogelsang wird konkret

Solingen. Sanierung oder Neubau? Sportausschuss-Vorsitzender Lauterjung will noch in diesem Jahr eine Ausführungsvariante politisch festzurren. Freitag feiert das Hallenbad Vogelsang 40-jähriges Bestehen. Von Günter Tewes

Solingen hat kein großes Spaßbad zu bieten, gleichwohl will das städtische Bäderteam die Schwimmbecken stärker ins Gespräch bringen und hat ein Aktionsprogramm gestartet. Eine "Summer-Out-Party" lief im August zum Ferienabschluss im Ohligser Freibad Heide. "In die Wanne, fertig, los . . ." lautete im Klingenbad vor elf Tagen das Motto beim Tag der offenen Tür mit der Qualifikation für die Weltmeisterschaft im Badewannen-Rennen. Und kommenden Freitag feiert das Hallenbad Vogelsang sein 40-jähriges Bestehen unter anderem mit Relaxgymnastik, Clown Ferdi, Blick hinter die Technikkulissen sowie Kaffee und Kuchen.

Durch solche Aktionen sollen sich die Solinger Bäder von den Spaßbädern der Nachbarschaft abheben, sagte Thomas Wolthoff, Geschäftsführer der Solinger Bädergesellschaft, im Gespräch mit unserer Redaktion.

Im Hallenbad an der Focher Straße steigt Ende November noch eine neue Disco-Party für Jugendliche, anschließend hat der Lady-Wellness-Day dort Premiere.

40 Jahre Hallenbad Vogelsang mit einer Technik, die zum großen Teil ebenfalls inzwischen vier Jahrzehnte alt ist. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine kleine Sanierung des Bades langfristig günstiger sein wird, als ein Neubau", erklärte Sportausschuss-Vorsitzender Ernst Lauterjung (SPD) mit Blick auf die Sanierungspläne für das Vogelsanger Hallenbad, die derzeit auf dem Prüfstand sind. Gleichwohl wolle er dem Ergebnis des Gutachtens allerdings nicht vorgreifen. Sanierung oder Neubau? Bei dieser Frage hänge letztendlich alles an der Finanzierung. Deutliches Votum ist indes, dass das Hallenbad an der Focher Straße für das öffentliche Schwimmen in jedem Fall erhalten werden soll.

Jedenfalls sind die Gutachter, die die Sanierungsvarianten prüfen und die jeweiligen Kosten zusammenstellen, in der abschließenden Phase. Nach den Worten von Thomas Wolthoff strebt die Bädergesellschaft an, das Konzept in der nächsten Sitzung des Sportausschusses Anfang November vorzulegen. "Wenn wir einen klaren Auftrag von der Politik für eine bestimmte Variante bekommen, werden wir schauen, wie wir diese finanzieren und umsetzen können", sagte Bädergesellschafts-Geschäftsführer Wolthoff.

Fester Vorsatz beim Sportausschuss-Vorsitzenden Ernst Lauterjung ist, dass sich die Politik noch in diesem Jahr für eine Umsetzungsvariante für das Hallenbad Vogelsang ausspricht. "Damit mit Hochdruck daran weitergearbeitet werden kann."

Inzwischen werden sogar fünf Varianten von Gutachtern untersucht. Eine Sanierung nach ursprünglichem Konzept (Kosten damals 2,8 Millionen Euro) sowie eine Teilsanierung (5,5 Millionen Euro). Problem bei dieser Teilinstandsetzung ist, dass ein Großteil der im Prinzip veralteten Technik dabei ausgespart bleibt.

Zudem werden diskutiert eine Kernsanierung mit dem Rückbau bis zum Rohbau sowie zwei Neubauvarianten, eine davon in Modulbauweise eines Systemsanbieters. Für letztere drei Varianten liegen allerdings noch keine konkreten Kostenangaben vor.

Quelle: RP
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