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Tim Kurzbach
Vertrauen auf den Erfolg unserer Stadt

Tim Kurzbach: Vertrauen auf den Erfolg unserer Stadt
Tim Kurzbach am Solinger Hauptbahnhof in Ohligs, dem Stadtteil, in dem er wohnt, zu dem er sich bekennt. FOTO: mak (Archiv)
Solingen. Oberbürgermeisterkandidat Tim Kurzbach (SPD) will "die starke Marke Solingen" professionell vorantreiben.

Am Freitagabend wurde Tim Kurzbach in einer Vollversammlung seiner Partei im Clemenssaal offiziell zum Oberbürgermeister-Kandidaten der SPD nominiert. 133 von 135 anwesenden stimmberechtigten Sozialdemokraten gaben dem 36-Jährigen ihre Stimme. Was sich ändern wird, wenn er die Wahl am 13. September gewinnt, schildert Tim Kurzbach im Interview.

Wo würden es die Bürger zuerst merken, dass der neue OB Tim Kurzbach heißt?

Kurzbach Ich will die Perspektive auf unsere Stadt verändern. Wir müssen als Solingerinnen und Solinger endlich wieder mit Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein auftreten. Ich will als Oberbürgermeister unsere starke Marke Solingen professionell vorantreiben und damit für Solingen werben. Das wäre spürbar ein anderer Stil, als Lethargie und Selbstmitleid.

Wo wollen sie den Rotstift ansetzen, um den Städtischen Etat auf Kurs zu bringen?

Kurzbach Den Weg zur Konsolidierung habe ich gemeinsam mit der SPD-Ratsfraktion und vielen anderer Fraktionen im Herbst auf den Tisch gelegt. Wir wollen durch umsichtiges Sparen bei gleichzeitiger gezielter Investition einen neuen Weg beschreiten. Ich setze stark auf eine engere Kooperation mit unseren Nachbarstädten im Bergischen und vor allem auf die Kooperation mit Düsseldorf, um wieder mehr Einnahmen in Solingen zu erzielen. Kaputt sparen, bringt uns nicht weiter und wird es mit mir nicht geben.

Rechnen Sie mit weiteren Herausforderern außer Frank Feller?

Kurzbch Wir werden sehen. Ich bin froh, dass die Grünen sich entschieden haben, mich als Kandidat zu unterstützen. Warten wir's doch einfach ab.

CDU-Kandidat Feller will damit punkten, dass er auf 42 Jahre Erfahrung in der Verwaltung zurückgreifen kann, was halten Sie dem entgegen?

Kurzbach Mein Gegenkandidat ist sicherlich ein rechtschaffener Mann. Wenn wir auf den Erfolg von Solingen schauen, müssen wir anerkennen, dass der Weg der letzten Jahrzehnte für Solingen nicht zum Erfolg geführt hat. Die SPD und ich haben uns ganz selbstkritisch von diesem Weg getrennt und schlagen einen neuen Ansatz für mehr Wachstum und Beschäftigung vor. Dafür braucht es frischen Wind im Rathaus.

Im Jahresrückblick unserer Zeitung haben sie angekündigt, sie wollten sich 2015 mehr Zeit für Persönliches nehmen. Wie lässt sich das mit ihrer Kandidatur vereinbaren, die ja nun in die heiße Phase geht?

Kurzbach Das ist eine Frage der inneren Haltung. Ich bekomme das derzeit ganz gut hin. Ich gönne mir in letzter Zeit übrigens häufiger Kulturveranstaltungen in Solingen, das befreit die Seele kolossal, und Sport ist eine tolle Ergänzung

Werden Sie die letzten Stimmen noch am Tag vor der Wahl auf dem Zöppkesmarkt sammeln?

Kurzbach Man sammelt keine Stimmen, sondern man überzeugt die Wählerinnen und Wähler mit guten Konzepten. Außerdem habe ich mit meinen Kolleginnen und Kollegen beim Zöppkesmarkt jede Menge zu tun, wer noch mithelfen will, dieses größte Solinger Fest mitzugestalten, kann sich gerne bei mir melden.

Wie hoch wird die Wahlbeteiligung?

Kurzbach Verraten Sie es mir - ich hoffe 100 Prozent, weiß aber auch, dass das kein realistisches Ziel ist. Demokratie lebt immer von Aktiven, ich möchte dies auch als OB deutlich machen und die Türen des Rathauses weit öffnen und damit endlich die Bürgerbeteiligung transparent und verbindlich umsetzen. Nur so kann uns dann auch wieder eine höhere Wahlbeteiligung gelingen.

Überzeugen Sie mich in drei kurzen Sätzen davon, dass Sie der richtige OB für Solingen wären?

Kurzbach Ich sehe nicht weg, wenn es etwas zu tun gibt. Ich suche stets mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen gemeinsamen Weg zum Erfolg. Ich vertraue von ganzem Herzen auf den Erfolg unserer großartigen Stadt.

ANNEMARIE KISTER-PREUSS STELLTE DIE FRAGEN

Quelle: RP
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